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Nachhaltigkeit im Unterricht


Gemeinsam mit dem Landesinstitut für Schule Bremen startet die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit eine Fortbildungsreihe zu den UN-Zielen für eine bessere Welt: Eine neue Fortbildungsreihe beim Landesinstitut für Schule Bremen (LIS) rückt die Ziele der Vereinten Nationen für eine bessere Welt in den Fokus. Das Projekt „Meine Welt im 360°-Video“, das vom LIS gemeinsam mit der Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit entwickelt wurde, startet im Oktober 2018.

Die Fortbildungen geben Lehrkräften Anregungen, wie sie das Thema mit medialen Mitteln im Unterricht umsetzen und Schülerinnen und Schüler für die 17 Ziele begeistern können. Zielgruppe sind Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen I und II sowie der berufsbildenden Schulen. Staatsrätin Ulrike Hiller betonte zum Projektstart: „Bei der Umsetzung UN-Ziele vor Ort geht Bremen bundesweit voran. Mit dem neuen Fortbildungsprogramm wollen wir auch die Schulen ins Boot holen. Denn dort wird unsere Zukunft gemacht.“

Die 17 Ziele, die im Jahr 2015 von der internationalen Staatengemeinschaft beschlossen wurden, sollen eine nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene fördern. Neben Tipps und Methoden für die Aufbereitung des Themas im Unterrichtet bietet das Projekt teilnehmenden Lehrkräften und ihren Klassen auch die Möglichkeit, in den Makemedia Studios des LIS eigene 360°-Videos zum Schwerpunkt „Nachhaltigkeit“ zu produzieren.

Die Fortbildungen finden am 17. und 24. Oktober sowie am 28. November 2018 im Zeitfenster von 15 bis 18 Uhr statt; weitere Termine sind nach Absprache möglich. Veranstaltungsort ist das Landesinstitut für Schule / Makemedia Studios (2. Obergeschoss), Große Weidestraße 4-16, 28195 Bremen. Anmeldeschluss beim LIS ist Mittwoch, der 10. Oktober 2018.

Die anschließenden Workshops für die beteiligten Klassen finden an zwei Vormittagen statt und beinhalten einen Kamera- sowie einen Videoschnittkurs. Die Technik wird den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.

Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern durch die Arbeit im Studio zugleich auch Medienkompetenz zu vermitteln und ihnen innovative Techniken wie Virtual-Reality-Brillen und 360°-Kameras näher zu bringen.

Neues Projekt "Beschaffung 4.0" gestartet


Mit dem Projekt „Beschaffung 4.0 – Weiterentwicklung der sozialverantwortlichen und ökologischen Beschaffung“ setzt die Freie Hansestadt Bremen neue Maßstäbe beim Einkauf von Waren und Dienstleistungen. Ziel ist es, auf Landesebene künftig noch mehr Waren unter öko-sozialen Kriterien einzukaufen und zudem besonderes Augenmerk auf Bewirtung und Catering bei öffentlichen Sitzungen und Veranstaltungen der bremischen Verwaltung zu legen.

Das im September 2018 gestartete Projekt, das von der Senatorin für Finanzen, der Immobilien Bremen sowie der Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam initiiert wurde, läuft bis Ende 2019. Gefördert wird es durch Engagement Global – Servicestelle Kommunen in der Einen Welt aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Bürgermeisterin Karoline Linnert, die als Finanzsenatorin auch für den zentralen Einkauf der bremischen Verwaltung zuständig ist, betont: „Wir wollen erreichen, dass innerhalb der bremischen Verwaltung flächendeckend nach sozialen und ökologischen Kriterien beschafft wird. Ich freue mich, dass wir mit dem aktuellen Projekt dabei weiter vorankommen.“

Staatsrätin Hiller: Einkaufsmacht der öffentlichen Hand nutzen

Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, ergänzte: „Wir wollen noch stärker als bisher die Einkaufsmacht der öffentlichen Hand nutzen, um für gute Arbeitsbedingungen zu sorgen. Damit übernehmen wir Verantwortung für die Auswirkungen unseres Konsums und leisten außerdem einen Beitrag zur Umsetzung der `Entwicklungspolitischen Leitlinien´.“

Im Rahmen des Projektes soll insbesondere die Beschaffung von Arbeitsschutzbekleidung, Spielwaren, Sportgeräten und Werbeartikeln in den Blick genommen werden.

Um eine faire Beschaffung flächendeckend zu gewährleisten, müssen auch die Beschäftigten der Stadt weiter für das Thema sensibilisiert werden und ihre eigenen Möglichkeiten zur Beteiligung kennen. Im Rahmen des Projektes sind daher auch Informationskampagnen und -materialien geplant, die dabei helfen sollen, nachhaltiges Handeln in der Verwaltung zu etablieren.

Bremen ist bundesweit seit langem Vorreiter beim verantwortungsbewussten Einkauf. Mit dem Bremer Tariftreue- und Vergabegesetz wurde hierfür im Dezember 2009 die gesetzliche Grundlage geschaffen. Wichtige Meilensteine sind die Wahl zur „Hauptstadt des fairen Handels“ im Jahr 2011 sowie die Ernennung zur Fair-Trade-Town in 2014, die Einrichtung einer Kompetenzstelle für sozial verantwortliche Beschaffung, die konsequente Umsetzung von Nachhaltigkeitsaspekten bei Ausschreibungen sowie die Gründung des Bündnisses für sozialverantwortliche Beschaffung von Computer-Hardware.

Aus der Nordsee auf den Teller

19. Bremerhavener Fischessen in der Landesvertretung Bremen in Berlin


Von der Nordsee direkt auf den Teller: Beim 19. Bremerhavener Fischessen in der Landesvertretung Bremen beim Bund in Berlin hat die Fisch- und Lebensmittelwirtschaft der Seestadt an diesem Dienstag (11.09.2018) wieder für ein kulinarisches Erlebnis gesorgt.

In der Landesvertretung und auf dem Außengelände konnten die Gäste sich in gemütlicher Atmosphäre an mehreren Ständen zahlreiche Delikatessen munden lassen – natürlich fangfrisch und äußerst schmackhaft.

Zum traditionellen Fischessen hatten die Bremerhavener Fisch- und Lebensmittelwirtschaft, die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven und die Bevollmächtigte Bremens beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit eingeladen.

19. Bremerhavener Fischessen

Afrika neu entdecken


Afrika neu entdecken: Die Ausstellung „Bremens Engagement in Afrika“ in der Landesvertretung Bremen beim Bund in Berlin wirft den Blick auf einen Kontinent im Wandel. Die Schau, die in enger Kooperation mit dem Übersee-Museum Bremen entstanden ist und die bremischen Partnerländer Namibia und Südafrika in den Fokus rückt, wurde an diesem Mittwoch (05.09.2018) durch Bremens Bürgermeisterin Karoline Linnert eröffnet.

Ob einzigartige Originale aus der Museumssammlung, eindrucksvolle Bilder der Bremer Künstlerin Edeltraut Rath oder Fotoporträts sahrauischer Frauen – die Ausstellung bietet vielfältige Zugänge in Geschichte und Gegenwart Namibias und Südafrikas.

"Positive Entwicklung unserer Beziehungen"

Die Bevollmächtigte Bremens beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, betonte anlässlich der Ausstellungseröffnung: „Ich freue mich, dass wir in Anwesenheit unserer Partner aus Namibia und Südafrika hier in Berlin die Schau eröffnen konnten. Die Ausstellung zeigt, welche positive Entwicklung unsere Beziehungen in den vergangenen drei Jahrzehnten genommen haben.“

Die Schau in Berlin führt mehrere frühere Ausstellungen zusammen: eine Präsentation des Übersee-Museums Bremen zum Gedenken an den Genozid an den Herero aus dem Jahr 2004, die Dokumentation „Bremen – Namibia: die Geschichte einer Partnerschaft seit 1975“ des Bremer Afrika Archivs sowie die Ausstellung „Von der Tradition zur Emanzipation – Bemerkenswerte sahrauische Frauen“ von Professor Moisés Ponce de León Iglesias (Universität Rennes 2) und dem Verein „Freiheit für die Westsahara e.V.“.

Die Ausstellung „Bremens Engagement in Afrika“ ist bis zum 14. Dezember 2018 in den Räumen der Landesvertretung Bremen beim Bund in Berlin, Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin, zu sehen (montags bis donnerstags von 10.00 bis 15.30 Uhr, freitags bis 13.30 Uhr).

Vernissage am 05.09.2018

Europäisches Strategietreffen in der Landesvertretung Bremen beim Bund

Das Foto zeigt die Deutsche Delegation des AdR mit den Gästen des Strategietreffens. | Foto: BBEE , jpg, 39.3 KB
Das Foto zeigt die Deutsche Delegation des AdR mit den Gästen des Strategietreffens. | Foto: BBEE


Zur Klausurtagung der Deutschen Delegation des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR) lud die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, an diesem Mittwoch (05.09.2018) in die bremische Landesvertretung in Berlin.

Zum Auftakt betonte Staatsrätin Hiller, die zugleich Vorsitzende der Deutschen Delegation im AdR ist: „Der AdR nimmt eine wichtige Mittlerrolle zwischen der EU und den Städten und Kommunen vor Ort ein. Deshalb ist uns ein enger Austausch mit den Akteuren sehr wichtig, um die Interessen des Landes Bremen und der anderen Regionen in Europa erfolgreich einzubringen.“

Im Mittelpunkt der Diskussion in der Landesvertretung Bremen in Berlin standen die Zusammenarbeit des AdR mit der Europäischen Kommission sowie den Institutionen auf Bundesebene. Themen waren unter anderem die künftige Finanzplanung der Europäischen Union ab 2021, die Auswirkungen des Brexit auf die Städte und Regionen sowie die Arbeit des AdR und die Rolle von Bürgerdialogen im Rahmen der Diskussion zur Zukunft der EU vor dem Hintergrund der Wahlen zum Europäischen Parlament im kommenden Jahr.

Als Gäste begrüßte Staatsrätin Hiller den Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Richard Kühnel sowie den Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth. An der Sitzung nahmen zudem der tschechische Sprecher der Visegrád-Gruppe (Kooperation der vier mitteleuropäischen Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn), Tomas Kafka, sowie der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union im Deutschen Bundestag, Markus Töns, teil.

Der 1994 gegründete Europäische Ausschuss der Regionen ist ein beratendes Gremium der EU. Er setzt sich aus 350 Vertreterinnen und Vertretern der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten zusammen. Die Freie Hansestadt Bremen verfügt in der laufenden 6. Mandatsperiode (2015-2020) über einen Sitz im AdR und hat seit Juli 2017 bis zum Ende der Mandatsperiode den Vorsitz der Deutschen Delegation inne.

"Bremen und Bremerhaven sind Erasmus-Städte"

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Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Anhörung in Bremen zur Zukunft des Erasmus-Programms (Foto: BBEE)


„Bremen und Bremerhaven sind Erasmus-Städte“ – mit diesem Bekenntnis eröffnete Staatsrätin Ulrike Hiller, Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, eine Anhörung zur Zukunft des Erasmus-Programms, das am heutigen Montag in Bremen stattfand. Gut 25 Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Hochschulen, Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung waren der Einladung der Bevollmächtigten in den EuropaPunktBremen gefolgt.

Als Mitglied im Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR) wurde Ulrike Hiller mit der Erarbeitung einer Stellungnahme zum Erasmus-Programm 2021-2027 betraut. Die Anhörung in Bremen war der erste Teil eines Konsultationsprozesses, welcher der Stellungnahme des AdR vorausgeht. Der zweite Teil folgt am 4. September in Brüssel. Alfons Scholten, Vorsitzender des Europäischen Bundes für Bildung und Wissenschaft, unterstützt als Experte die Erarbeitung der Stellungnahme.

Die aktuelle Förderperiode endet im Jahr 2020. Der nun vorliegende Vorschlag der Europäischen Kommission für das Nachfolgeprogramm sieht eine Verdoppelung der Finanzausstattung vor, mit dem Ziel, die Zahl der Teilnehmenden zu verdreifachen. Dies wurde von den Interessenträgern, die an der Anhörung teilnahmen, einhellig begrüßt, gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass dies ein sehr ambitioniertes Ziel sei. Das sehr positiv aufgenommene Vorhaben, insbesondere benachteiligten jungen Menschen Auslandserfahrungen zu ermöglichen, sei mit erhöhten Anforderungen an die Träger verbunden – dafür sei eine deutliche Erhöhung der Mittel gerechtfertigt.

Einigkeit gab es auch hinsichtlich des Verwaltungsaufwandes: Insbesondere für kleine Betriebe und Schulen sowie für Organisationen, die von Ehrenamtlichen getragen werden, sei eine Bewerbung für Erasmus-Mittel zu umfangreich. Eine deutliche Vereinfachung wurde gefordert. Auch eine erhöhte Sichtbarkeit des Erasmus-Programms wurde von allen gewünscht. Oft sei gar nicht bekannt, dass das Erasmus-Programm nicht nur für Studierende, sondern auch für die schulische und berufliche Bildung sowie für die non-formale Bildung und den Sport offensteht. Neben den Anforderungen an die europäische Ebene beschäftigten sich die Bremer Interessenträger aber auch mit Verbesserungen vor Ort. So wurde verabredet, auch über die Grenzen der Bildungsbereiche hinaus in engem Austausch zu bleiben, um Erfahrungen zu teilen und das Programm sichtbarer zu machen.

Die Ergebnisse der heutigen Anhörung werden in die Erarbeitung der Stellungnahme des AdR einfließen.

Nachhaltigkeit leicht gemacht

Bremer Stadtmusikanten als Botschafter für Fairness - Vorstellung der Broschüre in Leichter Sprache:
Bremer Stadtmusikanten als Botschafter für Fairness - Vorstellung der Broschüre in Leichter Sprache: "17 Ziele für eine bessere Welt" (Copyright: Senatspressestelle)


Was heißt eigentlich „globale Ziele“ und wer kümmert sich darum? Eine neue Broschüre aus Bremen erklärt die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen („Sustainable Development Goals“ / SDG) in Leichter Sprache. Die Bevollmächtige beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, stellte den Band „17 Ziele für eine bessere Welt“ am Freitag (13.07.2018) gemeinsam mit dem „Büro für Leichte Sprache“ der Lebenshilfe Bremen e.V. und dem biz – Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung vor.

Staatsrätin Ulrike Hiller: „Für den Erfolg der UN-Nachhaltigkeitsziele ist es entscheidend, dass auch die Menschen in den Industrieländern aktiv werden. Dabei spielen die Kommunen eine wichtige Rolle. Bremen übernimmt Verantwortung und geht mit gutem Beispiel voran.“

Marion Klanke, Leiterin des Büros für Leichte Sprache der Lebenshilfe Bremen e.V.: „Ziel der Leichten Sprache ist es, Barrieren abzubauen und möglichst vielen Menschen den Zugang zu Informationen zu ermöglichen. Texte in Leichter Sprache sind besser verständlich und leisten somit einen maßgeblichen Beitrag für Teilhabe und Selbstbestimmung.“

Angelika Krenzer-Baß, 1. Vorsitzende des Bremer Informationszentrums für Menschenrechte und Entwicklung: „Die Broschüre ermöglicht es vielen Menschen, insbesondere auch Jugendlichen, sich mit den SDGs zu beschäftigen. Der Bezug zum eigenen Leben mit Vorschlägen für Handlungsoptionen im Alltag zeigt auf, dass und wie jede und jeder an der Umsetzung der 17 Ziele mitwirken kann.“

In dem von der Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit in Kooperation mit dem biz – Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung entwickelten und vom Büro für Leichte Sprache textlich umgesetzten Heft wird der Zielkatalog, auf den sich die UN-Mitgliedstaaten im Jahr 2015 geeinigt haben, nach den Regeln für Leichte Sprache erklärt.

In kurzen Sätzen und einfachen Worten werden Ziele wie „hochwertige Bildung“, „bezahlbare und saubere Energie“ oder „menschenwürdige Arbeit“ beschrieben. Bilder helfen, den Text zu verstehen. Bei der Broschüre handelt es sich um die erste ihrer Art in Deutschland.

Die Freie Hansestadt Bremen hat sich im September 2017 mit einer Resolution zu dem Ziel bekannt, die Nachhaltigkeitsziele auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. Die Broschüre ist ein Baustein, um die Ziele vor Ort bekannter zu machen und umzusetzen.

Sustainable Development Goals:
Die “Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ wurde im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedstaaten verabschiedet. Sie bezieht explizit die Verantwortung der Industrieländer ein, sich auch im eigenen Land für die Umsetzung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals / SDG) einzusetzen. Die SDG, die mit breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft in aller Welt erarbeitet wurden, umfassen die drei klassischen Dimensionen der Nachhaltigkeit – Soziales, Wirtschaft und Umwelt – ergänzt um die Dimensionen Frieden und Rechtstaatlichkeit. SDG 11 zielt darauf, Städte „inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig“ zu gestalten. Bremen hat im September 2017 die Musterresolution des Deutschen Städtetages „Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ unterzeichnet. Sie bildet den Orientierungsrahmen für die Aktivitäten Bremens in Bereichen wie Klima- und Umweltpolitik, Sozial- und Integrationspolitik sowie Entwicklungszusammenarbeit. Die Umsetzung auf lokaler Ebene kann auf bestehenden Initiativen und Institutionen aufbauen.

Leichte Sprache:
Das seit 2002 geltende Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) sieht unter anderen den barrierefreien Zugang zu Informationstechnik vor. Paragraph 11 des BGG schreibt „Verständlichkeit und Leichte Sprache“ vor. Die vom „Netzwerk Leichte Sprache“ seit 2006 aufgestellten Grundsätze umfassen neben Sprachregeln (z.B. kurze Sätze, Aktiv-Sätze) auch Rechtschreibregeln sowie Empfehlungen zur Typographie. Die Leichte Sprache soll Barrierefreiheit fördern. Das „Büro für Leichte Sprache“ der Lebenshilfe Bremen übersetzt schwer verständliche Texte in leichte Sprache.

Gemeinsam für nachhaltige Entwicklung

Das Foto zeigt Staatsrätin Ulrike Hiller mit Christoph Sodemann von BORDA e.V. (Copyright: BBEE), jpg, 109.5 KB
Das Foto zeigt Staatsrätin Ulrike Hiller mit Christoph Sodemann von BORDA e.V. (Copyright: BBEE)


Seit Ende 2017 ist die Bremer Experten-Organisation BORDA e.V. mit einem eigenen Hauptstadtbüro in Berlin vertreten. In der Landesvertretung Bremen beim Bund in Berlin präsentiert die zivilgesellschaftliche Fachorganisation im Bereich Entwicklungszusammenarbeit jetzt mit einer kleinen Schau ihre Arbeit.

Auf Texttafeln und in einem 3-D-Modell wird das Engagement von BORDA in mehr als 20 Ländern weltweit gezeigt, in denen die Organisation eng mit einem Netzwerk von lokalen Partnerorganisationen, privaten Unternehmen, Stadtverwaltungen, Universitäten und nationalen Ministerien zusammenarbeitet.

Staatsrätin Ulrike Hiller: „Als die Bevollmächtigte Bremens bin ich neben den Bundes- und Europaangelegenheiten auch für die Entwicklungszusammenarbeit zuständig. Ich freue mich, BORDA als neuen Nachbarn in der Landesvertretung begrüßen zu können. Damit profitieren wir nicht nur in Bremen und Bremerhaven von kurzen Wegen, sondern auch in Berlin. BORDA ist seit vier Jahrzehnten ein verlässlicher Partner für die Freie Hansestadt Bremen.“

BORDA e.V. (Bremen Overseas Research & Development Association) ist eine deutsche Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Bremen und Regionalbüros in Tansania, Indien, Afghanistan, Indonesien und Mexiko. Der 1977 gegründete gemeinnützige Verein setzt sich weltweit für eine bessere sanitäre Grundversorgung ein und entwickelt nachhaltige Technologien in den Bereichen Wasser, Abwasser, Energie und Abfall sowie begleitende soziale Maßnahmen.

Lernen für den Wandel

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung "Global lernen, regional handeln" in der Berliner Landesvertretung.


Was sind eigentlich die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, was sollen sie bringen – und was geht mich das an? Die Frage, wie Jugendlichen Nachhaltigkeit vermittelt werden kann, stand im Mittelpunkt der Diskussionsveranstaltung „Global lernen, regional handeln“ an diesem Donnerstag (05.07.2018) in der Landesvertretung Bremen beim Bund.

Staatsrätin Ulrike Hiller betonte in ihrem Grußwort: „Nachhaltigkeit betrifft uns alle, denn wir haben nur diesen einen Planeten. Das Gute ist: Wer heute etwas ändert, kann morgen in einer besseren Welt leben. Daher ist es so wichtig, junge Menschen für die UN-Entwicklungsziele zu begeistern.“

Wie das Thema Nachhaltigkeit bei Jugendlichen ankommt, schilderte Riccarda Retsch vom Rat für Nachhaltige Entwicklung. Ein erfolgreiches Praxis-Beispiel präsentierte der Bremer Leichtathletik-Verband: Im Rahmen des Projektes „Jugend im Dialog“ arbeiten Jugendliche aus Bremen und der südafrikanischen Stadt Durban gemeinsam daran, lokale Programme zum Thema „Stadtentwicklung und Sport“ zu entwickeln. Das Ziel: kulturellen Austausch fördern, Verantwortung übernehmen, Teamgeist stärken – und nebenbei Gutes für die Umwelt tun.

Preiswürdige Lesung zum 64. Bremer Literaturpreis

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Das Bild zeigt die mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichneten Romane.


Eine preiswürdige Lesung und ein echter Genuss – anlässlich der Verleihung des 64. Bremer Literaturpreises 2018 lud die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, am 25.06.2018, in die Landesvertretung Bremen beim Bund. Die Preisträger 2018, Thomas Lehr (Hauptpreis) und Laura Freudenthaler (Förderpreis), präsentierten ihre Romane „Schlafende Sonne“ und „Die Königin schwieg“.

Staatsrätin Ulrike Hiller: „Die beiden Werke beschäftigen sich auf ganz unterschiedliche Weise mit der Frage von Identität und beschreiben dabei zugleich gesellschaftliche Entwicklungen. Ich freue mich sehr, die beiden Autoren in unserer Landesvertretung begrüßen zu können; denn uns ist es wichtig, Fragen unserer Zeit aufzugreifen und ein Forum des Dialogs zu sein. Literatur bietet die Chance, Impulse zu setzen und den Blick zu weiten. Hören wir zu!“

Der Bremer Literaturpreis wird seit 1953 jährlich Ende Januar an ein im Druck erschienenes deutschsprachiges Werk vergeben. Der Hauptpreis ist mit 20.000 Euro dotiert; der Förderpreis in Höhe von 6.000 Euro wird von der Öffentlichen Versicherung Bremen (ÖVB) gestiftet. Preisträger der Vorjahre sind Terézia Mora (2017), Henning Ahrens (2016), Marcel Beyer (2015), Clemens Meyer (2014), Wolf Haas (2013), Marlene Streeruwitz (2012), Friederike Mayröker (2011) und Clemens J. Setz (2010).

Gut ankommen: ZollhausBoys
zeigen, wie Integration gelingt

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Das Foto zeigt Staatsrätin Hiller mit der Band ZollhausBoys.


Geschichten über das Ankommen erzählt die aktuelle Foto-Ausstellung „100% mensch“ in der Landesvertretung Bremen beim Bund in Berlin. Aus Anlass der Schau widmete sich am Donnerstagabend (07.06.2018) ein Themenabend in der Bremer Repräsentanz der Frage, wie Kultur zur erfolgreichen Integration von Zugewanderten beitragen kann.

Zum Einstieg beschrieb ein Kurzfilm die Hintergründe des ungewöhnlichen Foto-Projekts, das der Kulturladen Huchting e.V. in Bremen realisiert hat: Zwei Jahre lang haben Leiterin Vera Zimmermann und ihr Team mit Migrantinnen und Migranten im Stadtteil gesprochen, sie fotografiert und sich ihre Geschichte erzählen lassen. Das Ergebnis: 100 großformatige Fotos sowie Audioporträts und künstlerisch gestaltete Koffer und Stühle – Symbole für Aufbruch, Ankommen und Zukunft. Eine Auswahl der Fotos, die im Herbst 2016 in der Unteren Rathaushalle Bremen gezeigt wurden, ist noch bis Juli 2018 in der Landesvertretung in Berlin zu sehen.

Was braucht es, um in Deutschland gut anzukommen – diese Frage stand im Mittelpunkt der anschließenden Podiumsrunde. Die Vorsitzende des Bremer Rates für Integration, Libuše Černá, diskutierte mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Vera Zimmermann vom Kulturladen Huchting e.V. sowie Ralf Perplies von der Senatsbehörde für Kultur Bremen. Kultur kann helfen, darin waren sich die Podiumsgäste einig, dass Menschen einen Zugang zu ihrer neuen Umgebung finden.

Ihre ganz eigene Antwort auf die Frage lieferte die Bremer Band ZOLLHAUSBOYS, eine Gruppe junger syrischer „Neubürger“, mit ihrem musikalisch-satirischen Programm – zugleich ein starkes Bekenntnis gegen Rechtspopulismus und die Angst vor dem Fremden.

Aktionstag der UNESCO-Projektschulen in Bremen

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Das Foto zeigt Schülerinnen und Schüler beim Aktionstag der UNESCO-Projektschulen in Bremen.


Mit einem Aktionstag setzten die UNESCO-Projektschulen aus Bremen, Hamburg und Niedersachsen am 07.06.2018 ein Zeichen für Toleranz und Zusammenhalt. Unter dem Motto „Schau hin, misch dich ein!“ veranstalteten rund 1.000 Schülerinnen und Schüler einen Sternmarsch zum Bremer Marktplatz, um auf die 17 UN-Entwicklungsziele aufmerksam zu machen.

Mit einem bunten Programm aus Musikstücken, Tanz, Gedichten und anderen Aktionen zeigten die Jugendlichen, wie jede/r einzelne zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele beitragen kann. Begrüßt wurden die Schülerinnen und Schüler auf dem Marktplatz durch den Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft, Christian Weber.

Unterstützt wurde die Planung und Organisation des Aktionstages durch die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit. Staatsrätin Ulrike Hiller betonte: „Ich finde es sehr eindrucksvoll, wie die jungen Menschen mit der Aktion Haltung und Verantwortungsbewusstsein beweisen und andere zum Mitmachen einladen. Denn: Nur gemeinsam sind wir stark.“

Die vier UNESCO-Projektschulen des Landes Bremen sind Teil eines internationalen Netzwerkes von rund 9.000 Schulen in 180 Ländern, die sich zum Ziel gesetzt haben, die UN-Entwicklungsziele in ihrer Bildungsarbeit besonders zu berücksichtigen.

Auch im Vorfeld des Bremer Aktionstages haben sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht mit den 17 Zielen beschäftigt und sich mögliche Handlungsoptionen für den Alltag überlegt. Dazu gehören der gerechte Ausgleich zwischen Arm und Reich, Geschlechtergerechtigkeit und gute, chancengerechte Bildung.

Ausgezeichneter Journalismus

Das Foto zeigt die Preisträger mit Staatsrätin Ulrike Hiller und den Preisverleihern, jpg, 113.5 KB
Das Foto zeigt die Preisträger mit Staatsrätin Ulrike Hiller und den Preisverleihern


Bewegende Geschichten, eindringliche Berichte, begeisterte Laudatoren: Mehr als einmal stellte sich bei der Verleihung des DRK-Medienpreises am 28. Mai 2018 in der Landesvertretung Bremen beim Bund Gänsehaut-Feeling ein.

Der Kreisverband Bremen des Deutschen Roten Kreuzes würdigt mit dem Preis journalistische Arbeiten, die sich mit den Grundsätzen des Wohlfahrtsverbandes – Menschlichkeit, Überparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit, Universalität – befassen.

Bereits zum 3. Mal fand die feierliche Preisübergabe in der bremischen Repräsentanz in Berlin statt. „Die Arbeiten sind auch eine Erinnerung und Aufforderung, jeden Tag aufs Neue für unseren Anspruch eines solidarischen, gerechten Zusammenlebens zu kämpfen“, betonte die Bevollmächtigte Bremens beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, in ihrem Grußwort.

Ausgezeichnet wurden die Zeit-Korrespondentin Caterina Lobenstein, die Autorin und Hörfunkjournalistin Marie von Kuck sowie der Filmemacher Mark Michel. Die Auswahl erfolgte durch eine achtköpfige unabhängige Jury. Im Wettbewerb um den DRK-Medienpreis 2018 waren insgesamt 277 Beiträge eingegangen – eine Rekordbeteiligung.

Die Preise wurden übergeben von DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt, dem Vorsitzenden des DRK Bremen, René Benkenstein, sowie Torsten Meinberg, dem Geschäftsführer der Lotto Hamburg GmbH. Durch den Abend führte TV-Moderatorin Maybrit Illner.

Spannender Höhepunkt der Europawoche 2018

Ehrengast der Europawoche: Ulrike Guérot bei der Abschlussveranstaltung in Bremen, JPG, 104.1 KB
Ehrengast der Europawoche: Ulrike Guérot bei der Abschlussveranstaltung in Bremen


Europa an jeder Ecke: Mit mehr als 70 Veranstaltungen und 76 Partnern ist die Europawoche im Land Bremen auch in diesem Jahr wieder ein großer Erfolg. Als Ehrengast begrüßte die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, am 25. Mai 2018 im Fly Deck die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot.

„Kein Frankreich mehr, kein Deutschland und auch kein Großbritannien“ – so hat die Publizistin die Vision eines Europas jenseits der Nationalstaaten in ihrem Buch „Warum Europa eine Republik werden muss“ skizziert. In Bremen stellte sie jetzt ihre Idee eines Europas der Regionen vor. „Es ist Zeit, dass wir uns dem Thema eines gemeinsamen Europas, gemeinsamer Währung, gemeinsamen Rechts annehmen“, betonte Guérot in ihrem Vortrag.

Mit rund 100 Gästen war das Fly Deck am frühen Freitagabend gut gefüllt. Geladene Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutierten mit Bürgerinnen und Bürgern die Frage „In welchem Europa wollen wir leben?“. Der lebhafte Austausch ging auch nach dem offiziellen Ende der Diskussionsrunde weiter. „Das Thema Europa bewegt die Menschen. Wir wollen, dass sie ihre Hinweise, Kritik und Sorgen einbringen können“, betonte Staatsrätin Hiller. „Die Europawoche 2018 stand deshalb ganz im Zeichen des Bürgerdialogs. Ich bin froh, dass wir mit unseren Veranstaltungen viele Menschen erreicht haben.“

Europa in Bremen-Obervieland.
Die EU und unser Stadtteil

Moderatorin Nadine Portillo im Gespräch mit den Europaabgeordneten Dr. Helga Trüpel und Dr. Joachim Schuster , JPG, 129.5 KB
Moderatorin Nadine Portillo im Gespräch mit den Europaabgeordneten Dr. Helga Trüpel und Dr. Joachim Schuster


Draußen schönstes Sommerwetter, drinnen hitzige Diskussionen: In der AMeB-Begnungsstätte in Bremen-Habenhausen fand an diesem Dienstag (14.05.2018) eine sehr engagierte Diskussion zur Bedeutung der Europäischen Union für den Stadtteil Obervieland und zur Zukunft Europas statt.

Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil sowie Vertreterinnen und Vertreter von Ortsamt, Quartiersmanagement, Klinikum Links der Weser und Gymnasium Links der Weser tauschten sich intensiv mit den bremischen Abgeordneten im Europäischen Parlament, Dr. Helga Trüpel und Dr. Joachim Schuster, aus.

Zu dem „Europäischen Bürgerdialog“, der im Rahmen der diesjährigen Europawoche stattfand, hatte die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, eingeladen. Was kommt von Europa bei uns im Stadtteil an? Was läuft und was funktioniert nicht? Welches Europa wünschen wir uns? Alle diese Fragen wurden von und mit den beiden Europaabgeordneten in einer sehr lebendigen und kritischen Diskussion erörtert.

Quartiersmanagerin Sandra Ahlers betonte, dass sie bislang sehr gute Erfahrungen mit Projekten gemacht habe, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) bezuschusst wurden. Aber sie wünsche sich noch mehr Unterstützung bei der Entwicklung neuer Angebote. Ähnliches berichtete Uwe Sudmann, Leiter des Gymnasiums Links der Weser; dort werden einige Angebote zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler mit ESF-Mitteln gefördert.

Allerdings ist die Antragstellung aus Sicht des Schulleiters sehr aufwändig geworden. Sudmann unterstrich die große Bedeutung der EU als Modell, wie Probleme und Aufgaben gemeinsam gelöst werden können; Ziel müsse es sein, die Jugendlichen für demokratische Systeme zu gewinnen und zu begeistern.

Der Europaabgeordnete Dr. Joachim Schuster betonte, dass die Umsetzung europäischer Förderprogramme bereits verschlankt und entbürokratisiert werde. Wichtig sei aber auch, eine ordentliche Mittelverwendung vor Ort zweifelsfrei belegen zu können. Seine Kollegin, Dr. Helga Trüpel MdEP, nahm den Hinweis von Roman Fabian, Mitglied des Betriebsrates im Klinikum Links der Weser und des Beirates Bremen-Obervieland, auf, dass eine nachhaltigere Unterstützung bei der Einarbeitung von Fachkräften im Gesundheitsbereich sinnvoll wäre.

Michael Radolla, Leiter des Ortsamtes, sowie Stefan Markus, Geschäftsführer des Bürger-hauses Obervieland, betonten, dass noch besser auf die Verhältnisse vor Ort zugeschnittene europäische Angebote sehr willkommen wären.

Europa in Bremen-Nord. Die EU und unser Stadtteil

Moderatorin Nadine Portillo im Gespräch mit dem Publikum, jpg, 173.4 KB
Moderatorin Nadine Portillo im Gespräch mit dem Publikum


Wo steckt Europa in meinem Stadtteil? – über diese Frage diskutierten die beiden Europaabgeordneten Dr. Helga Trüpel und Dr. Joachim Schuster am Dienstag (08.05.2018) auf Einladung der Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, mit Akteuren vor Ort sowie Bürgerinnen und Bürgern im KITO – Altes Packhaus in Bremen-Vegesack.

Mit dabei waren auf dem Podium Carola Schulz (Quartiermanagerin Blumenthal), Reiner Blaschek (Vorstandsvorsitzender der ArcelorMittal Bremen GmbH), Christa Brokate-Golinski (Leiterin der Europaschule Burgdamm), Heiko Dornstedt (Leiter des Ortsamtes Vegesack) sowie Pastor Michael Schmidt (Vorstand der Friedehorst Stiftung) – und viele interessierte Bürgerinnen und Bürger im Publikum.

Welche Auswirkungen hat „große“ europäische Politik auf meinen Stadtteil – etwa durch Einwanderung, Förderprogramme oder wirtschaftsbezogene Aktivitäten? Welche Ideen und Wünsche haben die Menschen in Vegesack für die Zukunft der EU? Wie kann die EU unser Leben besser machen? Viele Fragen, jede Menge spannende Antworten – und kein Platz für Populismus.

Das Publikum konnte sich per Smartphone über eine „Feedback-Software“ direkt in die Diskussion einbringen und abstimmen, was zu einer sehr angeregten Gesprächsatmosphäre beitrug. Die engagierte Diskussion im KITO zeigte, was die EU auch sein kann: Motor, Ideengeber, Anlaufstelle und Brücke für Menschen vor Ort und Unterstützung der Wirtschaft bei globalen Herausforderungen. Am Ende waren sich die Teilnehmenden einig: Wir müssen die EU im täglichen Leben der Menschen sichtbarer machen – und die EU muss wissen, was vor Ort passiert.

„Europa liegt gleich um die Ecke“

v.li.: Margret Böttcher (Lappland-Initiative Bremen e.V.), Silvia Maliki (Rila e.V.), Konstanze Neysters (kommissarische Leiterin, OS Leibnizplatz), Senatorin Dr. Claudia Bogedan, Staatsrätin Ulrike Hiller und Knut Walther (Oberstufenleitung OS Leibnizplatz). (Foto: BBEE), jpg, 144.2 KB
v.li.: Margret Böttcher (Lappland-Initiative Bremen e.V.), Silvia Maliki (Rila e.V.), Konstanze Neysters (kommissarische Leiterin, OS Leibnizplatz), Senatorin Dr. Claudia Bogedan, Staatsrätin Ulrike Hiller und Knut Walther (Oberstufenleitung OS Leibnizplatz). (Foto: BBEE)


Mit dem Startschuss für eine Stadtteil-Rallye an der Oberschule am Leibnizplatz in der Neustadt haben die Bevollmächtigte Bremens beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, und die Senatorin für Kinder und Bildung, Dr. Claudia Bogedan, an diesem Mittwoch (02.05.2018) die Europawoche 2018 im Land Bremen eröffnet.

Staatsrätin Ulrike Hiller: „Europa liegt gleich um die Ecke. Das ist eine wichtige Erkenntnis, die die Bürgerinnen und Bürger bei dieser spannenden Veranstaltungsreihe mitnehmen können. Seien Sie neugierig, machen Sie sich auf den Weg durch Bremen und Bremerhaven und lernen Sie die EU von einer ganz neuen Seite kennen.“

Senatorin Dr. Claudia Bogedan: „Europäische Themen in der Schule sind wichtig, damit junge Menschen Zugang zu Europa erhalten. Das Land Bremen unterstützt Schulen dabei und strebt einen höheren Anteil der Europaschulen an.“

Die Europawoche findet jährlich bundesweit rund um den „Europatag“ der Europäischen Union am 9. Mai statt. Unter dem Motto „Mein Stadtteil, meine Region, mein Europa?“ finden in Bremen und Bremerhaven bis zum 25. Mai 2018 mehr als 70 Aktivitäten und Veranstaltungen statt.

Das Programm, an dem mehr als 76 Partner mitwirken, wird von der Bevollmächtigten Bremens beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit koordiniert. Der „Fahrplan Europawoche“ ist an allen bekannten Auslagestellen und im EuropaPunkt Bremen (Am Markt 20, 28195 Bremen, werktags von 12.00 bis 17.00 Uhr) erhältlich sowie online abrufbar unter: https://www.europa.bremen.de/ew

Bremen erhält Koordinator
für kommunale Entwicklungspolitik

Das Foto zeigt Sabine Drees (Deutscher Städtetag), Annette Turmann (SKEW) und Koordinator Timm Kroeger (BBEE) bei der Übergabe der Urkunde. © Jo Hempel Photography , jpg, 266.9 KB

Mit einer „Koordinierungsstelle kommunale Entwicklungspolitik“ verstärkt die Freie Hansestadt Bremen ihr Engagement zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals / SDG). Das neue Kompetenzzentrum ist bei der Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit angesiedelt. Koordinator Timm Kroeger konnte jetzt die Urkunde für Bremen als „Zeichnungskommune der 2030-Agenda-Resolution“ entgegennehmen.

Staatsrätin Ulrike Hiller: „Die Freie Hansestadt Bremen engagiert sich seit mehr als 30 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit. Um die globalen Probleme zu lösen, müssen wir aber auch vor der eigenen Haustür verantwortungsvoll handeln und die 17 Nachhaltigkeitsziele konsequent umsetzen. Auch hier können und wollen wir in Bremen und Bremerhaven Vorreiter sein.“

Zu den Schwerpunkten des Koordinators gehören die Bildungs- und Informationsarbeit zu den nachhaltigen Entwicklungszielen, die Vernetzung von lokalen Akteuren sowie die Planung und Durchführung von Veranstaltungen. Ziel ist es, kommunale Entwicklungspolitik im Land Bremen dauerhaft als Querschnittsaufgabe zu etablieren.

Stelleninhaber Timm Kroeger bringt vielfältige Erfahrung in der Entwicklungspolitik mit; er hat unter anderem als Koordinator der Entwicklungszusammenarbeit mit den europäischen Staaten für die Regierung Ecuadors gearbeitet und war in mehreren Ländern Lateinamerikas für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (giz) tätig.

Finanziert wird das neue Kompetenzzentrum in Bremen durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW). Bremen ist eine von bundesweit 60 Kommunen, in denen Koordinierungsstellen eingerichtet wurden.


Kontakt:

Koordinationsstelle für kommunale Entwicklungspolitik
Timm Kroeger
Tel.: 0421 / 361-21 94
timm.kroeger@europa.bremen.de

Sustainable Development Goals:

Die “Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ wurde im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedstaaten verabschiedet. Sie bezieht explizit die Verantwortung der Industrieländer ein, sich auch im eigenen Land für die Umsetzung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals / SDG) einzusetzen. Die SDG, die mit breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft in aller Welt erarbeitet wurden, umfassen alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Soziales, Wirtschaft und Umwelt. SDG 11 zielt darauf, Städte „inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig“ zu gestalten.

Bremen hat im September 2017 die Musterresolution des Deutschen Städtetages „Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ unterzeichnet. Sie bildet den Orientierungsrahmen für die Aktivitäten Bremens in Bereichen wie Klima- und Umweltpolitik, Sozial- und Integrationspolitik sowie Entwicklungszusammenarbeit. Die Umsetzung auf lokaler Ebene kann auf bestehenden Initiativen und Institutionen aufbauen.

„Nachdenken über Europa“

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Zum Bürgerdialog „Nachdenken über Europa“ hat der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) am Dienstag (17.04.2018) nach Bremen eingeladen. Die Diskussionsveranstaltung im „Café Brand / Atelierhaus Roter Hahn“ im Stadtteil Gröpelingen wurde vom Präsidenten des AdR, dem Belgier Karl-Heinz Lambertz, und der Bevollmächtigten der Freien Hansestadt für Europa, Staatsrätin Ulrike Hiller, eröffnet.

AdR-Präsident Lambertz: „Wir wollen mit Bürgerinnen und Bürgern über die Zukunft Europas sprechen. Wir wollen erfahren, wie Sie Europa vor Ort in ihren Regionen und Städten erleben. Wir brauchen ein Europa, das die Lebensbedingungen der Menschen verbessert und daran müssen wir gemeinsam arbeiten. Nur wenn wir verstehen, dass wir alle Europa sind, hat die EU eine Zukunft.“

An dem AdR-Bürgerdialog nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft, Kultur und lokalen Initiativen teil. Bereits im Vorfeld konnten Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen online übermitteln. Mit der Feedback-Software sli.do konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung zudem direkt in die Diskussion eingreifen, nachhaken und abstimmen.

Staatssekretärin Hiller: „Der Ausschuss der Regionen ist ein wichtiger Hebel, um bremische Interessen in Brüssel einzubringen und auf EU-Politik Einfluss zu nehmen. Durch den Bürgerdialog haben wir wertvolle Rückmeldungen aus der Praxis erhalten, die wir für unsere europapolitische Arbeit nutzen werden.“

Europäischer Ausschuss der Regionen (AdR):

Der 1994 gegründete Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) ist ein beratendes Gremium der EU. Er setzt sich aus 350 Vertreterinnen und Vertretern der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten zusammen. Die Freie Hansestadt Bremen verfügt in der laufenden 6. Mandatsperiode (2015-2020) über einen Sitz im AdR und hat seit Juli 2017 bis zum Ende der Mandatsperiode den Vorsitz in der Deutschen Delegation inne.

Karl-Heinz Lambertz:

Karl-Heinz Lambertz wurde am 4.6.1952 in Schoppen / Belgien geboren. Nach seiner Juristen-Ausbildung bekleidete er von 1990 bis 1999 verschiedene Ministerposten in der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, bevor er zu deren Ministerpräsidenten gewählt wurde (1999-2004). Seit 2001 gehört er dem AdR an und war von 2011 bis 2015 Vorsitzender der Fraktion der Sozialistischen Partei Europas (SPE). Im Juli 2017 wurde Lambertz zum Präsidenten des AdR gewählt. Seit dem Jahr 2000 ist er zudem Mitglied und derzeit auch stellvertretender Vorsitzender des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarates.

Bremen unterstützt europäische „Allianz für Kohäsionspolitik“

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AdR-Präsident Karl-Heinz Lambertz und Staatsrätin Ulrike Hiller

Der Bremer Senat hat in seiner heutigen (17.04.2018) Sitzung beschlossen, der europäischen Initiative “#CohesionAlliance” („Allianz für Kohäsionspolitik“) beizutreten. Die Allianz wurde vom Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR) und führenden Interessenvertretungen von Städten und Regionen ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Kohäsionspolitik der Europäischen Union (EU) im EU-Haushalt für die Zeit ab 2020 zu stärken und den Zugang für die Regionen zu erleichtern.

Die Bevollmächtigte Bremens für Europa, Staatsrätin Ulrike Hiller, betonte: “Die Allianz ist ein starkes Signal aus den Regionen an die EU, und es ist wichtig, dass Bremen dabei ist. Denn die Europäischen Strukturfonds sind unverzichtbar für unsere wirtschaftliche Entwicklung. Ich freue mich daher umso mehr, dass AdR-Präsident Lambertz heute in Bremen ist und diese Botschaft mit nach Brüssel nehmen wird.“

Derzeit wird ein Drittel des EU-Haushalts für die Kohäsionspolitik aufgewendet; Ziel ist es, regionale Ungleichheiten zu verringern, Arbeitsplätze zu schaffen und globale Herausforderungen wie Klimawandel oder Migration zu bewältigen. Bremen und Bremerhaven erhalten in der laufenden Förderperiode (2014-2020) unter anderem 103 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie 76 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Die „#Cohesion Alliance“ wird von zahlreichen europäischen Regionen unterstützt, darunter auch mehreren Bundesländern in Deutschland. Der Beitritt Bremens zur Allianz bedeutet keine Vorentscheidung des Senats in der Debatte um die Zukunft der Kohäsionspolitik. Vor dem Hintergrund des anstehenden Austritts des Vereinigten Königreiches wird auf europäischer Ebene derzeit über die künftige Ausgestaltung des EU-Haushaltes diskutiert.

Europäischer Ausschuss der Regionen:

Der 1994 gegründete Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) ist ein beratendes Gremium der EU. Er setzt sich aus 350 Vertreterinnen und Vertretern der lokalen und regionalen Gebiets-körperschaften aus allen 28 Mitgliedstaaten zusammen. Die Freie Hansestadt Bremen verfügt in der laufenden 6. Mandatsperiode (2015-2020) über einen Sitz im AdR und hat seit Juli 2017 bis zum Ende der Mandatsperiode den Vorsitz in der Deutschen Delegation inne.

Karl-Heinz Lambertz:

Karl-Heinz Lambertz wurde am 4.6.1952 in Schoppen / Belgien geboren. Nach seiner Juristen-Ausbildung bekleidete er von 1990 bis 1999 verschiedene Ministerposten in der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, bevor er zu deren Ministerpräsidenten gewählt wurde (1999-2004). Seit 2001 gehört er dem AdR an und war von 2011 bis 2015 Vorsitzender der Fraktion der Sozialistischen Partei Europas (SPE). Im Juli 2017 wurde Lambertz zum Präsidenten des AdR gewählt. Seit dem Jahr 2000 ist er zudem Mitglied und derzeit auch stellvertretender Vorsitzender des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarates.

Im Rahmen seines Besuches in der Freien Hansestadt Bremen wird AdR-Präsident Karl-Heinz Lambertz politische Gespräche im Rathaus führen, an einer Diskussion mit Schülerinnen und Schülern der Schulzentren Walle und Utbremen teilnehmen und gemeinsam mit Staatsrätin Hiller den AdR-Bürgerdialog „Nachdenken über Europa“ eröffnen.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.europa.bremen.de/europa_vor_ort/detail.php?gsid=bremen97.c.15009.de&asl=bremen97.c.1575.de

Senat startet Ausschreibung
zum 16. Bremer Solidaritätspreis

Bremer Solidaritätspreis, eine Skulptur des Bremer Bildhauers Bernd Altenstein, jpg, 79.9 KB
Bremer Solidaritätspreis, eine Skulptur des Bremer Bildhauers Bernd Altenstein

Der Senat der Freien Hansestadt Bremen schreibt in diesem Jahr zum 16. Mal den Bremer Solidaritätspreis aus. Bis Ende Juni 2018 können Vorschläge für mögliche Preisträgerinnen und Preisträger eingereicht werden. Die Preisverleihung findet im Frühjahr 2019 im Bremer Rathaus statt.

Seit 1988 wird der Bremer Solidaritätspreis alle zwei Jahre an Menschen verliehen, die sich für Menschenrechte und Demokratie sowie gegen die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen; er soll als Würdigung und Ermutigung dienen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Mit dem 16. Bremer Solidaritätspreis sollen Initiativen oder Personen ausgezeichnet werden, die von den Gefahren des „Shrinking Space“ betroffen sind. Shrinking Space bezeichnet die Einschränkung und Unterdrückung zivilgesellschaftlicher Akteure durch Repressionen sowie bürokratische und rechtliche Maßnahmen. Dies betrifft z.B. Nichtregierungsorganisationen, Initiativen oder auch einzelne Aktivistinnen und Aktivisten.

In vielen Teilen der Welt erfolgt diese Einschränkung durch Regierungen, welche die Arbeit der zivilgesellschaftlichen Akteure eigentlich schützen sollten. Betroffen ist zivilgesellschaftliches Engagement in verschiedensten Bereichen, etwa der Einsatz gegen Umweltzerstörung und Landgrabbing, also die illegale Aneignung von Land, die Interessenvertretung von Minder-heiten wie Indigenen, religiösen Gruppen oder sexuellen Minderheiten sowie der Kampf für Menschenrechte, Demokratieerhalt oder medizinische Versorgung.

Gesucht wird ein Akteur, der durch sein Engagement erfolgreich dazu beiträgt, die Position von zivilgesellschaftlichen Kräften zu stärken. Es kann sich bei der oder dem Nominierten um ein zivilgesellschaftliches Netzwerk oder einen Dachverband, aber auch um Einzelorganisation oder -personen handeln. Mit der öffentlichen Auszeichnung ist auch die Hoffnung verbunden, einen Beitrag zum Schutz der Preisträgerin bzw. des Preisträgers zu leisten.

Begründete Vorschläge für mögliche Preisträgerinnen und Preisträger können bis zum 30. Juni 2018 an folgende Anschrift gesendet werden:

Geschäftsführung des Kuratoriums zum Bremer Solidaritätspreis

c/o Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen
beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit
Frau Johanna Reimers
Ansgaritorstraße 22, 28195 Bremen
E-Mail: johanna.reimers@ez.bremen.de

Weitere Informationen zum Bremer Solidaritätspreis finden Sie in der Ausschreibung zum 16. Bremer Solidaritätspreis (pdf, 68.2 KB) und unter www.ez.bremen.de

Symposium zum transatlantischen Verhältnis

von links nach rechts: Dr. Ansgar Burghof (Direktor und Vorstand GSI), Kent Logsdon (Geschäftsträger ad interim, US-Botschaft in Berlin), Staatsrätin Ulrike Hiller, Dr. h.c. Erik Bettermann (Präsident GSI) und Darrel Colson (Präsident Wartburg College), jpg, 50.5 KB
von links nach rechts: Dr. Ansgar Burghof (Direktor und Vorstand GSI), Kent Logsdon (Geschäftsträger ad interim, US-Botschaft in Berlin), Staatsrätin Ulrike Hiller, Dr. h.c. Erik Bettermann (Präsident GSI) und Darrel Colson (Präsident Wartburg College) Copyright: Jürgen Sendel

An diesem Montag (19.03.2018) fand in der Landesvertretung Bremen in Berlin das Symposium „Von Rebellen und Demokraten – ein neuer Blick auf ein altes Verhältnis. Die deutsch-amerikanischen Beziehungen von 1848 bis heute“ statt.

Die eintägige Konferenz, zu der das Gustav-Stresemann-Instituts e.V., das Wartburg College in Iowa und die Landesvertretung eingeladen hatten, beleuchtete die deutsch-amerikanischen Beziehungen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts und gab einen Ausblick auf die Zukunft des transatlantischen Verhältnisses.

Staatsrätin Ulrike Hiller betonte in ihrer Begrüßung: „Das Land Bremen hat seit jeher eine besondere Beziehung zu den USA. Es war 1783 eines der ersten Länder, das die Vereinigten Staaten von Amerika anerkannte. Aktuell diskutieren wir intensiv über die Zukunft der transatlantischen Beziehungen. Dabei ist es wichtig, dass wir uns der gemeinsamen Fundamente besinnen, um das künftige Miteinander zu gestalten.“

An der Veranstaltung nahmen auch der US-Botschafter ad interim, Kent Logsdon, sowie Dr. Darrel Colson, Präsident des Wartburg College, teil. In Vorträgen ging es um eine Bestandsaufnahme der deutsch-amerikanischen Beziehungen, Erfolgsgeschichten des deutsch-amerikanischen Austausches sowie die Zukunft des bilateralen Verhältnisses. Die Schirmherrschaft für das Symposium hat Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier übernommen.

„100% mensch“

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Ausstellungsplakat „100% mensch“

Ab Montag, den 12. März 2018, zeigt die Vertretung des Landes Bremen beim Bund die Ausstellung „100% mensch“. Für das Projekt hat der „Kulturladen Huchting“ 100 Menschen mit Migrationshintergrund porträtiert, die in dem Stadtteil im Bremer Süden leben und arbeiten. Ihre individuellen Geschichten von Heimat, Aufbruch, Hiersein und Zukunft sind mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln ins Bild gesetzt worden.

Die Berliner Ausstellung zeigt eine Auswahl von 23 großformatigen Foto-Porträts. Darin eingearbeitet sind biographische Motive, die etwas vermitteln über die Porträtierten, ihre Wurzeln oder die Menschen, die sie auf ihrem Weg in die deutsche Gesellschaft begleitet haben.

In Audioporträts berichten die Beteiligten darüber, welche Faktoren zur erfolgreichen Integration beigetragen haben. Auf kalligraphisch gestalteten Koffer beschreiben die Porträtierten in Gedichtform, was ihnen das Gefühl gibt, „angekommen“ zu sein.

Die Bevollmächtigte des Landes Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, betonte anlässlich der Ausstellungseröffnung: „Um die Geschichte der Migration in Deutschland erzählen zu können, müssen wir die Geschichten der Zugewanderten kennen. Die Porträtsammlung leistet hierzu einen wert-vollen Beitrag.“

Die Ausstellung „100% mensch“ des „Kulturladens Huchting“ ist bis zum 29. Juni 2018 in der Landesvertretung Bremen beim Bund, Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin, zu sehen (werktags von 10.00 bis 15.30 Uhr, freitags bis 13.30 Uhr). Um Anmeldung wird gebeten.

Begleitprogramm der Ausstellung

Im Begleitprogramm der Ausstellung lädt die Landesvertretung Bremen beim Bund am Donnerstag, den 7. Juni 2018, ab 19.00 Uhr zu einer Diskussion mit anschließendem Konzert der „ZollhausBoys“, eine Gruppe von vier jungen syrischen „Bremer Neubürgern“.

Der „Kulturladen Huchting“ ist eine Stadtkultureinrichtung, die Angebote der kulturellen Bildung unter anderem in den Bereichen Musik, Tanz, Theater, Foto und Video, Bildende Kunst und Sprachen an alle Alters- und Bevölkerungsgruppen in dem Stadtteil und darüber hinaus richtet. Seit 2006 entwickelt der Kulturladen schwerpunktmäßig stadtteilbezogene interkulturelle und interreligiöse Projekte, die sich künstlerisch mit den Themen Migration, Integration, Heimat, Flucht und Ankommen sowie gemeinsamen Zukunftsperspektiven auseinandersetzen.

Die Vertretung des Landes Bremen beim Bund versteht sich als Interessenvertretung auf politischer Ebene und präsentiert die Vielfalt des Zwei-Städte-Staates unter anderem durch Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen oder andere kulturelle Events.

Antrittsbesuch in der Landesvertretung Bremen

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Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, hat an diesem Mittwoch die lettische Botschafterin, Inga Skujina, zum Antrittsbesuch in Berlin begrüßt.

Im Mittelpunkt des Gedankenaustausches in der bremischen Landesvertretung standen die traditionell engen Beziehungen zwischen Bremen und Lettland sowie aktuelle europapolitische Themen.

Staatsrätin Hiller: „Lettland ist für uns ein wichtiger Partner, und ich freue mich, dass es viele Ansätze für eine noch engere Kooperation gibt. In Zeiten, in denen Europa vor großen Herausforderungen steht, ist dies ein gutes Zeichen.“

Die lettische Hauptstadt Riga ist seit 1985 Bremens Partnerstadt. Bereits zu Zeiten des Hansebundes gab es einen engen Austausch zwischen beiden Handelsstädten. In Lettland sind heute rund 1.200 Firmen mit deutschem Kapitalanteil tätig (Stand: Oktober 2017, Quelle: Auswärtiges Amt), insbesondere in der Metallverarbeitung, im Dienstleistungsbereich sowie im Handel; Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner Lettlands.

Vor ihrem Amtsantritt im August 2017 war Botschafterin Skujina unter anderem stellvertretende Staatssekretärin für EU-Angelegenheiten und Leiterin des Sekretariates des Vorsitzes der Republik Lettland im Rat der Europäischen Union.

BKA-Präsident Holger Münch ist neuer Bremer Kohlkönig

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Kohlkönig Holger Münch mit Vorgängerin, Tatort-Kommissarin Sabine Postel, sowie Bürgermeister Sieling und Staatsrätin Hiller

01.02.2017

Nervenkitzel pur bei der 64. Bremer Roland-Runde in der bremischen Landesvertretung in Berlin: Staatsrätin Ulrike Hiller lud die rund 200 Gäste des traditionellen Grünkohl- und Pinkel-Essens am 1. Februar 2018 zum kurzweiligen Krimi-Dinner. Gesucht: ein Nachfolger für die scheidende Kohlkönigin, Tatort-Kommissarin Sabine Postel.

„Mit der diesjährigen Roland-Runde beweisen wir einmal mehr, wie spannend Bremen und Bremerhaven sind“, stimmte die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Hiller, die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien ein.

Zwischen Suppe, Grünkohl, Dessert und allerlei falschen Fährten war es an den Gästen aus Bremen, Bremerhaven und Berlin, das Krimi-Rätsel des Abends zu lösen. Für Stärkung sorgte dabei der Chefkoch des Bremer Park Hotels, Christian Jentke, mit seinem ganz persönlichen Grünkohl-Rezept – unterstützt vom Team der bremischen Landesvertretung um Küchenchef Martin Neumann.

Am Ende lüftete Staatsrätin Hiller das Geheimnis: „Wir freuen uns, dass wir mit dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes einen überzeugenden Repräsentanten unseres Zwei-Städte-Staates zum neuen Kohlkönig küren können. Holger Münch hat den Polizei-Beruf in Bremen von der Pike auf gelernt und sich mit seiner hervorragenden Arbeit für den Posten als BKA-Chef empfohlen“, betonte die Bevollmächtigte in ihrer Krönungsrede. „Was ist bei dieser Vita passender, als den Kohl-Orden aus den Händen einer der beliebtesten deutschen Tatort-Kommissarinnen zu erhalten.“

Staatsrätin Hiller dankte zudem der scheidenden Majestät, Kohlkönigin Sabine Postel, für ihre einjährige Regentschaft. „Sie haben mit Ihrem langjährigen Einsatz im Bremer Tatort dazu beigetragen, dass das Land Bremen fest in der deutschen Fernsehlandschaft und damit im Bewusstsein der Menschen verankert ist. Sie und Ihr TV-Team sind bodenständig, ehrlich und sympathisch – ganz wie Bremen und Bremerhaven.“

„Die Bremer Stadtmusikanten“ in Berlin

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Lesen macht Kinder stark – Die Bremer Stadtmusikanten in Berlin

14.11.2017

Eine ganz besondere Märchenstunde fand am heutigen Mittwochmorgen in der Landesvertretung Bremen in Berlin statt. Dazu wurde der große Saale der Landesvertretung, mit bunten Kissen und einem riesigen Vorlesesessel, in eine Märchenwelt verwandelt.

Zu den 28. Berliner Märchentagen las die Bevollmächtigte Staatsrätin Ulrike Hiller rund 40 Erst- und Zweitklässler aus Berliner Schulen das Märchen der Bremer Stadtmusikanten vor. Nicht nur das Vorlesen der Staatsrätin Hiller war für die Kids etwas Besonderes, sondern auch die kleine Überraschung im Anschluss. Bei Kakao und Milchreis konnten die Schülerinnen und Schüler Staatsrätin Hiller über ihre Arbeit ausfragen.

„Die Landesvertretung Bremen ist bereits zum 5. Mal bei den Märchentagen dabei und es freut mich jedes Mal auf Neue, wie gebannt und mit großen Augen die Kindern der Geschichte der Bremen Stadtmusikkanten zuhören. Gerade in unserer schnellen Zeit, in der bereits die kleinen Erst- und Zweitklässler ein Smartphone oder Tablet besitzen, muss man die Tradition des Lesens aktiv fördern.“ so Staatsrätin Ulrike Hiller.

Zum Abschied gab es für alle Schülerinnen und Schüler das Buch der Stadtmusikanten, noch einmal zum selber nachlesen, als Geschenk mit nach Hause.

Im Rahmen der diesjährigen 28. Berliner Märchentage präsentiert zudem das „MÄRCHENLAND- Deutsches Zentrum für Märchenkultur“ die Ausstellung "Liebe überwindet Grenzen und bringt Freiheit - Hass errichtet Mauern!", acht nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler wurden dazu eingeladen, das Motto frei zu interpretieren.

Die daraus entstandenen Werke sind als Kooperationsausstellung mit dem Art Management und der Kuratorin Nicole von Vietinghoff-Scheel noch bis zum 26. November in der Zeit von 9 bis 15 Uhr in der Landesvertretung Bremen, Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin, zu sehen.

Phil à la carte

Für die Gäste spielten „Quartetto con Brio“, Mitglieder der Bremer Philharmoniker, Oleg Douliba und Florian Baumann, (Violine), Dietrich Schneider, (Viola), Karola von Borries, (Violoncello)., JPG, 97.2 KB
Für die Gäste spielten „Quartetto con Brio“, Mitglieder der Bremer Philharmoniker, Oleg Douliba und Florian Baumann, (Violine), Dietrich Schneider, (Viola), Karola von Borries, (Violoncello).

14.11.2017

Bereits zum fünften Mal waren am gestrigen Dienstagabend die Bremer Philharmoniker zum „Phil a la carte“ zu Gast in der Bremer Landesvertretung in Berlin. Bei dem musikalischen Abend wurden fast 100 Gäste aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft mit zauberhaften Tönen vom „Quartetto con Brio“ der Bremer Philharmoniker verwöhnt.

Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller sowie der Intendant der Bremer Philharmoniker Christian Kötter-Lixfeld freuten sich über die jährliche Tradition, eine kulturelle Brücke vom Bundesland Bremen in die Hauptstadt nach Berlin zu schlagen.

„Die Bremer Philharmoniker sind durch ihr vielfältiges künstlerisches Engagement ob beim Philharmonischen Konzert, Oper oder bei der musikalischen Nachwuchsförderung die tragende Säule des nordwestdeutschen Musiklebens. Bremen und Bremerhaven dürfen stolz sein, ein so tolles Orchester zu haben“ sagte Staatsrätin Hiller am Abend.

Phil a la carte stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Nur wer die Sehnsucht kennt…“. Inspiriert durch die tiefen und verschiedenartigen Gefühle haben Komponisten immer wieder ihre Erfahrungen mit der Liebe in Töne gesetzt. Wie die Dichter, die ihre Gefühle beschreiben, suchten auch die Tonsetzer nach Möglichkeiten ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Der Intendant der Bremer Philharmoniker, Christian Kötter-Lixfeld führte durch den märchenhaft musikalischen Abend.

Neue Brücken bauen

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v.l. Ulrike Hiller, Jens Adam, Olga Meider, Rezene Ghide, Thomas Rosenthal und Petra Fritzsch

27.10.2017

Die Landesvertretung Bremen in Berlin versteht sich als offenes Haus, eine Art Botschaft, für alle Bürgerinnen und Bürger aus Bremen und Bremerhaven. In der täglichen Arbeit werden Brücken von Berlin in unser Bundesland Bremen gebaut, egal ob es sich dabei um eine Informationsveranstaltung, Konferenzen oder die tägliche Arbeit für die Beschäftigten der Bundesratsabteilung geht.

Die Landesvertretung hat mit dem Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine gänzlich neue "Brücke" gebaut. Diesmal nicht von einem Ort zum anderen, sondern von Deutschland in die ganze Welt. Mit dieser neu gebauten Brücke geht das Bremer Ressort mit positivem Beispiel voran, Flüchtlingen die Integration in Deutschland zu ermöglichen.

Rezene Ghide, ein 27-jähriger Mann aus Eritrea, war für die letzten sechs Wochen ein neues Teammitglied in der Landesvertretung Bremen. Ghide flüchtete unter Lebensgefahr 2016 aus seinem Heimatland, in dem es bis heute eine Militärdiktatur und eine katastrophale Menschenrechtslange gibt, die wir uns in Deutschland nur äußerst schwer vorstellen können.

"Die Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft ist eine Aufgabe, der wir uns alle stellen müssen. Wir als Bremer Landesvertretung gehen sehr gerne mit gutem Beispiel voran und ermöglichen, dass geflüchtete Menschen praktische Erfahrungen in unserem Ressort sammeln können. Rezene Ghide hat bereits einen Sprachkurs über die Agentur für Arbeit begonnen, jetzt gilt es für ihn, den beruflichen Alltag kennenzulernen und gleichzeitig die erworbenen Sprachkompetenzen auszubauen", so Staatsrätin Ulrike Hiller.

Aufgrund seiner handwerklichen Erfahrungen und seines Geschicks, konnte Ghide in verschiedene Bereiche der Landesvertretung Bremen reinschnuppern. In den Zentralen Diensten half er bei Reparaturen und Räumarbeiten, im Küchenbereich unterstützte er den Küchenchef und auch im Gästehaus der Landesvertretung packte er mit an. Ziel war es nicht nur mitzuarbeiten, sondern auch den Arbeitsalltag hautnah zu erleben und "on the Job" unsere Sprache intensiver zu üben.

"Ich möchte mich an dieser Stelle für das enorme Engagement meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Landesvertretung Bremen bedanken, die mit Ihrem Einsatz solch eine gelebte Integration überhaupt erst möglich gemacht haben. Der Schlüssel für das Gelingen der Integration von Flüchtlinge liegt nicht nur darin Sprachbarrieren zu überwinden sondern auch unsere Lebenswelt und Kultur kennen und lieben zu lernen," so Staatsrätin Ulrike Hiller.

Rezene Ghide wird nach seinem Praktikum von der Agentur für Arbeit weiter betreut, um den nächsten Integrations- und Sprachkurs zu absolvieren. Für die Landesvertretung Bremen geht es in eine neue Runde. Die nächsten Bewerbungen sind bereits eingetroffen, um einen weiteren Flüchtling zu ermöglichen, den Arbeitsalltag in Deutschland kennen zu lernen.

Preview des neuen Bremer Tatort

v.l. Oliver Mommsen (Schauspieler), Stefan Hansen (Musik), Sabine Postel (Schauspielerin), Annette Strelow (Redaktion), Nadeshda Brennicke (Schauspielerin), Frank Hanf (Dienststellenleiter Landesvertretung Bremen), Luise Wolfram (Schauspielerin), Olaf Kraemer (Co-Autor), Jan Weyrauch (Programmdirektor Radio Bremen) [Foto: Pressestelle Landesvertretung Bremen, Fotograf Daniel Wolff], JPG, 195.4 KB
v.l. Oliver Mommsen (Schauspieler), Stefan Hansen (Musik), Sabine Postel (Schauspielerin), Annette Strelow (Redaktion), Nadeshda Brennicke (Schauspielerin), Frank Hanf (Dienststellenleiter Landesvertretung Bremen), Luise Wolfram (Schauspielerin), Olaf Kraemer (Co-Autor), Jan Weyrauch (Programmdirektor Radio Bremen) [Foto: Pressestelle Landesvertretung Bremen, Fotograf Daniel Wolff]

13.09.2017

Am gestrigen Mittwoch 13. September 2017, zur gewohnten Tatort-Zeit 20:15 Uhr gab es für 120 Gäste in der Landesvertretung Bremen, die Preview des neuen „Bremer Tatort“ zu sehen. Bereits zum fünften Mal hatte die Bevollmächtigte, Staatsrätin Ulrike Hiller zusammen mit Radio Bremen zu diesem Fernsehabend eingeladen.

Am Anschluss an die Preview gab es für die Gäste die Möglichkeit direkt Fragen an die Schauspieler Sabine Postel (Hauptkommissarin Inga Lürsen), Oliver Mommsen (Hauptkommissar Stedefreund), Nadeshda Brennicke (Maria Voss) und Luise Wolfram (Linda Selb) zu stellen.

Radio Bremen Programmdirektor Jan Weyrauch bedankte sich, den bereits fünften Tatort in der Landesvertretung Bremen in der Hauptstadt präsentieren zu dürfen. „Es ist mittlerweile eine tolle Tradition, zusammen mit den SchauspielerInnen ein Stück Bremen in der Hauptstadt zu präsentieren. Ich kann schon so viel verraten, der neue Radio Bremen Tatort „Zurück ins Licht“ wird äußerst spannend und führt uns ins Umfeld der Pharmaindustrie,“ so Jan Weyrauch.

Die Landesvertretung Bremen in Berlin versteht sich als Interessenvertretung Bremens und arbeitet eng mit den Organen des Bundes, den in Berlin vertretenen diplomatischen Missionen, den Verbänden und Entscheidungsträger/Innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Presse und Kultur zusammen. Gerade für viele ButenbremerInnen sind die Veranstaltungen in der Landesvertretung ein willkommener Ort um die Freundschaft, aber auch das Netzwerk zwischen Berlin und Bremen zu pflegen.

Die Erstausstrahlung des Bremer Tatort „Zurück ins Licht“ ist am Sonntag, 22. Oktober 2017, um
20.15 Uhr im Ersten.

Skulptur sucht Schule

29.06.2017

Seit dem Jahr 2009 besteht das Projekte »Skulptur sucht Schule«. Eine einfache wie geniale Idee: Das Gerhard-Marcks-Haus Bremen stellt ein Kunstwerk für eine Schule zur Verfügung. Anstelle traditioneller Pädagogik im Museum, bei der Bildungsinhalte erklärt werden, wird das Kunstwerk auf diese Art und Weise Teil des Umfelds der Schüler. Diese sollen sich in einem nächsten Schritt inhaltlich und künstlerisch damit auseinandersetzen. Im Unterricht und im Atelier des Gerhard-Marcks-Hauses erarbeiten die Schüler ihre eigenen Kunstwerke, die für einen gewissen Zeitraum im Anschluss ausgestellt werden.

Bei der Ausstellung „Skulptur sucht Schule“ werden Arbeiten von Schülern der Jahrgangsstufen fünf bis zehn der Albert-Einstein-Schule in Bremen Osterholz-Tenever aus Bremen gezeigt. Dort befand sich für ein Jahr die Plastik »Prometheus und der Zeus-Adler« (1981) von Gerhard Marcks, die auch in der Landesvertretung Bremen zu sehen ist.

Ziel ist es Kinder und Jugendliche, die nur schwer oder nie den Weg ins Museum finden für Kunst zu begeistern. Kunst und Kultur soll zu einer Selbstverständlichkeit für alle Gruppen der Gesellschaft, auch bildungsfernere Schichten werden. Der Schwerpunkt liegt auf Inklusion.

Das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen ist ein Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Es zählt zu den national und international anerkannten Bildhauermuseen. Hier werden Sonderausstellungen zur Geschichte und Gegenwart der Bildhauerei gezeigt, die beweisen, dass Skulptur ein lebendiges Medium ist.

Die Arbeiten der Schüler können vom 29.06.2017 bis 09.08.2017 in der Landesvertretung Bremen in Berlin besichtigt werden.

Landesvertretung Bremen | Hiroshimastraße 24 | 10785 Berlin
Montag bis Freitag 10:00 bis 15:00 Uhr

Safe the Date: Finissage in der Landesvertretung Bremen am Mittwoch 09.08.2017 | 12:00 bis 14:00 Uhr. Anmeldungen für die Finissage unter veranstaltungen@lvhb.bremen.de schnelle Anmeldung garantiert eine Einladung, denn die Plätze sind limitiert!


Regenbogenfahne gehisst

Am Tag der Bundesratsentscheidung weht die Regenbogenflagge vor der Bremer Landesvertretung in Berlin, jpg, 279.5 KB
Am Tag der Bundesratsentscheidung weht die Regenbogenflagge vor der Bremer Landesvertretung in Berlin

07.07.2017

Vor genau einer Woche am 30.06.2017 hat der Deutsche Bundestag in einer historischen Entscheidung den Weg freigemacht für die Einführung der „Ehe für Alle“. Mit 623 abgegeben Stimmen sprach sich eine Mehrheit von 393 Abgeordneten für die rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare aus. Diese Gleichstellung bedeutet, dass in Zukunft gleichgeschlechtliche Paare genauso heiraten und Kinder adoptieren können wie ein Paar von Mann und Frau.
In der heutigen 959. Sitzung des Bundesrates am 07.07.2017 wurde unter dem Tagesordnungspunkt 104 – das Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts abgestimmt. Der Gesetzesbeschluss sieht eine entsprechende Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuches vor. Eine Neueintragung einer Lebenspartnerschaft wäre dann nicht mehr möglich. Bereits eingetragene Lebenspartnerschaften bleiben bestehen, können aber in eine Ehe umgewandelt werden.

Das Bundesland Bremen unterstützt die „Ehe für Alle“ und setzt mit der gehissten Regenbogenfahne an der Landesvertretung Bremen in Berlin ein Zeichen für die Gleichstellung homosexueller Paare.
Der Bundesrat hat zu dem Gesetz den Vermittlungsausschluss nicht angerufen, somit wird das Gesetzt dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet, um dann drei Monate nach der Verkündung in Kraft zu treten.

11. DRK-Medienpreis aus Bremen

Die drei Gewinner des DRK-Medienpreises, v.l.nr. Kristin Herman (Print), Jens Schellhass (Hörfunk) und Daniela Agostini (TV) [DRK Bremen / Tom Maelsa], jpg, 90.8 KB
Die drei Gewinner des DRK-Medienpreises, v.l.nr. Kristin Herman (Print), Jens Schellhass (Hörfunk) und Daniela Agostini (TV) [DRK Bremen / Tom Maelsa]

08.05.2017

Bewegende Schicksale, die sich im Verborgenen abspielen, standen bei der diesjährigen Preisverleihung des DRK-Medienpreises im Mittelpunkt. Die insgesamt mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde für Beiträge vergeben, die Schicksale von Helfern und Hilfen zeigen, die nicht in den Schlagzeilen waren. Die Arbeiten seien geprägt davon, unsichtbares sichtbar zu machen, betonte DRK-Botschafterin Maybrit Illner, die den Festakt in der Bremer Landesvertretung in Berlin moderierte.
Im Beisein von DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters wurden Redakteurinnen und Redakteure aus den Mediengattungen Print, Hörfunk und Fernsehen ausgezeichnet, deren Beiträge sich mit sozialen und gesellschaftlichen Themen beschäftigen und sich an den Grundsätzen des Roten Kreuzes orientierten. Erstmals waren unter den Gewinnern zwei Beiträge aus Bremen.
So wie die Redakteurin Kristin Hermann, die zwei Wochen lang die Crew des Flüchtlingsschiffs „Aquarius“ begleitet hatte und schließlich selbst zur Helferin wurde. „Sie nannten mich Schwester“ – ist der Titel des Dossiers, das im Weser-Kurier erschienen ist und in der Kategorie Print ausgezeichnet wurde.
Die weiteren Preise in den Gattungen Hörfunk und Fernsehen erhielten Jens Schellhass und Daniela Agostini. Jens Schellhass hatte mit seiner von Radio Bremen für die ARD produzierten Reportage „Die Illegalen“, einen Beitrag über Flüchtlinge, die ohne Aussicht auf Asyl, illegal in Deutschland leben, eingereicht. Daniela Agostini hatte die Jury mit ihrem vom SWR ausgestrahlten Film „Gute Pflege – eine Frage der Haltung“ überzeugt. Dieser Film zeigt, wie trotz marktüblicher finanzieller Bedingungen sehr qualitätsvolle und menschenwürdige Pflege im Altersheim möglich ist.
„Mit eindringlichen journalistischen Darstellungsformen lenken diese Beiträge unseren Blick auf das soziale Engagement, das sich oft im Hintergrund hält – und sie machen menschliche Schicksale, die sich im Verborgenen abspielen, für die Öffentlichkeit sichtbar. Damit prägen sie auch das gesellschaftliche Bewusstsein“, erklärte Torsten Meinberg, Federführer des Deutschen Lotto- und Totoblocks. LOTTO stiftet gemeinsam mit dem Roten Kreuz Bremen den DRK-Medienpreis.
Bereits zum elften Mal hat das Deutsche Rote Kreuz mit dem Medienpreis journalistische Arbeiten gewürdigt, die sich mit sozialen Themen und den Grundsätzen des Roten Kreuzes beschäftigen. Der DRK-Medienpreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Aus 242 Einsendungen hatte eine achtköpfige Jury die preiswürdigen Beiträge ausgewählt. Schirmherr und Jury-Vorsitzender ist Christian Weber, der Präsident der Bremischen Bürgerschaft.
Fernseh-Moderatorin Maybrit Illner führte durch die Preisverleihung und erläuterte mit Blick auf den Stifter: „Das Gewinnen hatte hier wenig mit Glück zu tun, sondern mit echter Hingabe und Talent.“
Der DRK-Medienpreis ist eine Idee des Bremer Roten Kreuzes. Damit stellt das Rote Kreuz Beiträge heraus, die den Grundsätzen der Hilfsorganisation in besonderer Weise entsprechen: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Das Preisgeld wird mit Unterstützung eines Sponsors gestiftet, in diesem Jahr zum zweiten Mal von LOTTO. Der Medienpreis würdigt seit elf Jahren jeweils zum Weltrotkreuztag (8.Mai) journalistische Arbeiten aus Print, Hörfunk und Fernsehen. Zum Jubiläum der zehnten Vergabe fand die Verleihung im vergangenen Jahr erstmals auf Bremer Boden in Berlin statt. In seiner Begrüßungsansprache in der Bremer Vertretung würdigte Bremens Bevollmächtigte des Bundes und für Europa Ulrike Hiller das Rote Kreuz als Garant für Solidarität und Menschlichkeit. [DRK Bremen / Lübbo Roewer]

„All inclusive“

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von rechts: Eike Besuden, Hannelore Sporleder, Ulrike Hiller, Kevin Alamsyah, Joachim Wittrien, Melanie Socher, Verena Bentele, Ulrike Knospe, Samantha Hanses [Foto: Landesvertretung Bremen]

15.02.2017

Berlin. Eine Filmpremiere der besonderen Art gab es am 15. Februar 2017 in der Landesvertretung Bremen in Berlin. Staatsrätin Ulrike Hiller, Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit hatte zu einer besonderen Berlin Premiere geladen.

Gezeigt wurde am Abend die Filmkomödie „All inclusive“, die ein vollständiges inklusives Filmprojekt mit besonderen (behinderten) Schauspielern in den Haupt- und Nebenrollen ist.

Der Film erzählt die Geschichte von Ricky, gespielt von Kevin Alamsyah, der das Hotel Weserlust am Bremer Osterdeich erbt. Ricky steht vor der Frage, wie geht es jetzt weiter und hat das Hotel eine Zukunft. Unterstützung bekommt er von seinen Freunden, die ihm helfen die Probleme zu bewältigen und den Zweiflern zu zeigen, dass er es kann.

In 53 Minuten erlebt der Zuschauer witzige, traurige aber auch manchmal skurrile Momente. Der Film startet mit einer untraditionellen Beerdigungsfeier, die beim Pastor auf Verwunderung und auf Ablehnung stößt. Ricky und seine Freunde verabschieden sich von seiner Mutter Rosa, gespielt von Doris Kunstmann, auf eine eigene, ganz liebevolle Art und Weise. Wo ein Erbe ist, sind Erbschleicher und Scharlatane nicht weit und so hat Ricky noch ein weiteres Problem zu lösen.

Die Handlung von „All inclusive“ ist aus dem realen Leben gegriffen, nichts Weltfremdes, Erdachtes, was auf Fiktion beruht. Dadurch werden die Schauspieler besonders in den Mittelpunkt gestellt.

„Wenn ich mir eines wünschen dürfte ist es: dass solche inklusiven Filme keine Seltenheit in der deutschen Fernsehlandschaft mehr sind, sondern dazu gehören und man gar nicht erst die Fragen stellen muss – ist das inklusiv oder ist das nicht inklusiv“ sagte Staatsrätin Ulrike Hiller zur Begrüßung der Gäste.

„All inklusive“ ist eine gemeinsame Produktion der Blauen Karawane e.V. und den Pinguin Studios Eike Besuden, gefördert von der Aktion Mensch.

„All inclusive“ am 15.02.2017 in der Landesvertretung Bremen

63. Bremer Roland-Runde in der Landesvertretung in Berlin

Von links: Sven Regener, scheidender Kohlkönig, Sabine Postel, als neue Kohlkönigin und Ulrike Hiller, Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, jpg, 121.2 KB
Von links: Sven Regener, scheidender Kohlkönig, Sabine Postel, als neue Kohlkönigin und Ulrike Hiller, Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit

19.01.2017

Gestern war es wieder einmal so weit: Die Bremer Landesvertretung in Berlin hatte zur traditionellen 63. Bremer Roland-Runde geladen. Staatsrätin Ulrike Hiller begrüßte an diesem Abend Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kunst, Wissenschaft und Medien. „Ich freue mich jedes Jahr, dass so viele Gäste aus Bremen und Berlin zur Roland-Runde zusammenkommen. Wir als ‚Bremer Botschaft‘ wollen ein Haus der Vielfalt und der Kommunikation, des Austauschs und der Verständigung sein und das beweisen wir an solchen Abenden wie zur Bremer Roland Runde immer wieder aufs Neue“, sagte die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller.
Mit der Roland-Runde verbunden ist das alljährliche Grünkohl- und Pinkel-Essen in der Landesvertretung. Auch kulinarisch wurde eine Brücke von Berlin nach Bremen geschlagen. Als Mitautor des internationalen Grünkohl-Kochbuchs hat Restaurantbesitzer und Chefkoch Jan Janning vom Restaurant Kränholm aus Bremen, das Küchenteam um Chefkoch Neumann unterstützt und sein ganz persönliches Grünkohlrezept mitgebracht.
Einmal mehr war der Höhepunkt des Abends die Verabschiedung des amtierenden Kohlkönigs und die Krönung einer neuen Kohlkönigin. Ulrike Hiller dankte der scheidenden Majestät Kohlkönig Sven Regener für seine einjährige Regentschaft. Sie hob nochmals sein Tun und Schaffen als Autor hervor, „Sven Regener schafft es mit seinen Werken, Bremen und Berlin einander näher zu bringen.“, sagte Staatsrätin Ulrike Hiller.

Mit Spannung wurde die Krönung der neuen Kohlkönigin erwartet. Das Nominierungs-Komitee des 2-Städte-Staats hat in diesem Jahr Sabine Postel als neue Kohlkönigin gekrönt. Das Komitee begründete seine Entscheidung mit der über 20 jährigen Verbundenheit von Sabine Postel mit ihrer Rolle als Hauptkommissarin Inga Lürsen im Bremer Tatort. „In ihrer Rolle steht sie wie keine andere für das Land Bremen und beschert den Nicht-Bremerinnen und Nicht-Bremern einen Einblick in unser wunderschönes Bundesland“, sagte Staatsrätin Ulrike Hiller in ihrer Krönungsrede.
Sabine Postel freute sich über die Ehrung und versprach sich als Botschafterin für den Austausch zwischen Bremen und Berlin einzusetzen. Die Liebe zum Grünkohl wurde ihr bereits als Kind mitgegeben, denn bereits die Oma baute in Neustadt am Rübenberge den wohlschmeckenden Kohl an – sagte Sabine Postel in ihrer Rede. Aber auch Erfahrungen als Botschafterin bringt Sabine Postel mit: Seit 2005 engagiert sie sich für das Bremer Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e.V.

Foto-Ausstellung gestartet

Für die Gäste der Bremer Roland Runde gab es eine zusätzliche Überraschung. Pünktlich zur Roland Runde startet eine neue Foto-Ausstellung. Titel: „Mit anderen Augen, Flüchtlinge fotografieren Bremerhaven“ – sie ist bis zum 7. Juli 2017 in der Landesvertretung Bremen zu sehen.

Unterstützung für eine gute Tradition

Die Bremer Roland Runde in der Landesvertretung Bremen in Berlin fand zum 63. Mal statt. Sie wurde unterstützt von Anheuser-Busch INBEV, Airbus, der BBBank, dem City Modehaus Ristedt, der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB), PNE Wind AG, Boomgarden, dem Weser Kurier, den Bremer Philharmonikern, Nordsee, der Böttcherstraße, Lampe & Schwartze KG, dem Alfred-Wegner Institut, Werder Bremen sowie dem Restaurant Kränholm.

Eindrücke der 63. Bremer Roland-Runde 2017

Ein Abend für Hans Koschnick

„Ein Abend für Hans Koschnick“ (v.l.) Ulrike Hiller, Christian Weber, Karla Müller-Tupath, Bernd Neumann, Marieluise Beck, Hans Jessen, JPG, 256.5 KB
(v.l.) Ulrike Hiller, Christian Weber, Karla Müller-Tupath, Bernd Neumann, Marieluise Beck, Hans Jessen, Wolfgang Eichwede

30.11.2016

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „brem.talk – hans jessen und gäste“ lud die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, gestern (29.11.) zu einem „Abend für Hans Koschnick“ in die Landesvertretung Bremen in Berlin ein. Zusammen mit Freunden, Weggefährten und Experten wurde an das Leben und Schaffen Hans Koschnicks erinnert, der am 21. April 2016 im Alter von 87 Jahren verstarb. Staatsrätin Hiller begrüßte rund 100 geladenen Gäste, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus den Botschaften Israel, Bosnien und Herzegowina, Russland, Polen, Rumänien und Namibia.

Der Präsident der Bremischen Bürgerschaft, Christian Weber, wies in seiner Begrüßung auf die großen Verdienste des ehemaligen Bürgermeisters für die Freie Hansestadt Bremen hin. In seiner Video-Botschaft erinnerte Außenminister Frank-Walter Steinmeier an Hans Koschnicks unerschütterlichen Glauben an die Versöhnung und Verständigung zwischen den Völkern. Die Aussage Hans Koschnicks „Wo gesprochen wird, da fallen keine Schüsse“ sei auch zu seinem Antrieb geworden, so Steinmeier.

In der anschließenden von Hans Jessen moderierte Podiumsdiskussion beschrieb Prof. Dr. h.c. Bernd Neumann wie aus langjährigen politischen Kontrahenten letztendlich Freunde werden konnte: „Verlässlichkeit, Kompromissfähigkeit, Kameradschaft waren herausragende Eigenschaften von Hans Koschnick“. Der ehemalige Kulturstaatsminister erinnerte an die großen Sympathien, die Hans Koschnick quer alle Bevölkerungsgruppen entgegenkamen und an seine Gradlinigkeit auch in schwierigen Situation, wie z.B. bei er Schließung der AG Weser. Marieluise Beck MdB berichtete, dass der „Bremer Brückenbauer für den Frieden“ bis heute hohes Ansehen in Ost- und Süd-Ost-Europa genieße und stellte seine pragmatische und zugleich entschlossene Art (Außen-) Politik zu betreiben heraus. Auch Wolfgang Eichwede, ehemaliger Direktor Osteuropa Institut Bremen, würdigte Koschnicks Leistung bei der Städtepartnerschaft Bremen Gdańsk und der Aussöhnung zwischen Deutschland und Polen. Die Koschnick-Biografin Karla Müller-Tupath erinnerte an den großen Bremer Bürgermeister, der sich stets um den Zusammenhalt der Gesellschaft sorgte und der „heute als Ansprechpartner und Ratgeber fehlt“.

Bremen spricht sich für einen solidarischen und verlässlichen Neuansiedlungsrahmen für die Europäische Union aus

04.11.2016

Im heutigen Bundesrats-Plenum sprach sich Bremen zum „Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Schaffung eines Neuansiedlungsrahmens der Union und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 516/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates“ für einen stabilen und zugleich humanen Neuansiedlungsrahmen aus, der schutzbedürftigen Menschen Zukunftsperspektiven und einen legalen Weg nach Europa eröffnet.

Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungspolitik, Staatsrätin Ulrike Hiller erklärte, dass wir zur Bekämpfung von Fluchtursachen „unser Bemühen darauf richten müssen, den Menschen in ihren Herkunftsländern auskömmliche Lebensbedingungen, eine positive Zukunftsperspektive und die notwendigen Instrumente zur demokratischen Teilhabe zu schaffen.“

Angesichts der zahlreichen Krisen und Konflikte sei es umso wichtiger einen Lösungsansatz zu verfolgen, der zumindest für einen Teil der in Not lebenden Menschen sofort greift und unmittelbare Hilfe bietet, so Hiller im Bundesratsplenum. Staatsrätin Hiller erinnerte daran, „dass die Freie Hansestadt Bremen daher bereits 2011 als erstes Land der Bundesrepublik Deutschland den Beschluss gefasst hat, sich am UNHCR-Resettlement-Programm zu beteiligen. Als Land mit starken wirtschaftlichen, kulturellen und städtepartnerschaftlichen Beziehungen weltweit sieht Bremen es als Pflicht an, globale Verantwortung zu übernehmen und sich für die Achtung der Menschenrechte zu engagieren.“.

Die Bremer Bevollmächtigte begrüßte, dass die Europäische Union mit einem erstmalig harmonisierten Neuansiedlungsrahmen als handlungsfähiger und werteorientierter globaler Akteur auftritt. „Das langfristige Ziel der Kommission, die Ablösung des Dublin-Verfahrens durch einen fairen Mechanismus zur Verteilung von Schutzbedürftigen auf alle Mitgliedsstaaten, darf dabei nicht aus dem Fokus geraten“, mahnte Hiller an.

„Dornröschen erwacht...“ in der Landesvertretung Bremen

Staatsrätin Hiller (5.v.l.), Kuratorin von Vietinghoff-Scheel (2.v.r.)  mit den Künstlerinnen und Künstlern [Foto: Pressestelle Landesvertretung Bremen; Fotograf Bastian Schmidt], JPG, 274.8 KB
Staatsrätin Hiller (5.v.l.), Kuratorin von Vietinghoff-Scheel (2.v.r.) mit den Künstlerinnen und Künstlern [Foto: Pressestelle Landesvertretung Bremen; Fotograf Bastian Schmidt]

03.11.2016

Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staaträtin Ulrike Hiller, hat am Donnertag (3.11.) zur Ausstellungseröffnung von „Dornröschen erwacht... Mädchen und Frauen in Märchen und Geschichten“ in die Bremer „Kulturbotschaft“ in Berlin eingeladen. Im Rahmen der 27. Märchentage des Märchenland e.V. zeigt die von Nicole von Vietinghoff-Scheel kuratierte Ausstellung „7 + 1“ Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die Kinder- und insbesondere Mädchenrechte in den Fokus nimmt. Staatsrätin Ulrike Hiller freute sich über rund 100 Eröffnungsgäste und die Möglichkeit in Kooperation mit UNICEF auf die Rechte für Kinder weltweit aufmerksam zu machen. Ann-Katrin Fahrenkamp von der UNICEF Arbeitsgruppe-Berlin, bedankte sich zudem, dass ein Teil des Erlöses der veräußerten Kunstwerke an UNICEF geht.

In Ihrer Einleitung zur Ausstellung erklärte Kuratorin Nicole von Vietinghoff-Scheel: „Dornröschen“ assoziieren wir mit zweihundertjähriger Märchentradition, mit
unglückbringendem Zauber als Strafe und einem Märchenprinzen, der zur richtigen Zeit
am richtigen Ort ist und küssenderweise das Happy End herbeiführt. Schauen wir in
diesen Tagen des Jahres 2016 einmal genau hin, ob oder inwieweit dies alles hinter uns
liegt! Wie modern und selbstbewusst sind wir – und wie sieht es andernorts aus?
„Ist das Dornröschen wirklich erwacht?“ Und wenn ja, wie wurde es wachgeküsst?“

Folgende Künstlerinnen haben in ihren Arbeiten versucht Wege und künstlerische Mittel
der Auseinandersetzung mit Kinder- und Mädchenrechten, mit gesellschaftlichem
Wandel junger Frauenpositionen sowie der Grimm’schen Märchen-Rezeption zu finden:
Juliane von Arnim (Deutschland), Genia Chef (Russland), Jil Mandeng (Deutschland), Marion Mandeng (Deutschland), Christine Mühlhan-Korner (Deutschland), Sandra Vater (Deutschland), Tanja Wekwerth (Deutschland) und Yoyo (Neuseeland/UK).

Die Ausstellung ist bis zum 25. November 2016 in der Landesvertretung Bremen in Berlin in der ersten Etage nach Absprache zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10:00-15:00 Uhr, der Eintritt ist kostenlos.

SOFTOPENING der „globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur“ in Berlin

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Saša Stanišić liest in der Landesvertretung Bremen [Foto: Pressestelle Landesvertretung Bremen]

27.10.2016

Anlässlich der am Freitag offiziell in Bremen beginnenden „globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur“ hatten der Verein Globale e.V. und die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit am gestrigen Mittwoch (27.10.) zu einem „Softopening“ in der Bremer Landesvertretung in Berlin eingeladen. Staaträtin Ulrike Hiller freute sich, dass man zum zehnjährigen Jubiläum der „globale°“ diesen „Berlin-Ableger“ zum ersten Mal präsentieren konnten: „Die globale° ist in dieser Form europaweit einzigartig. Sie zeigt die Vielfalt der Literaturen und versteht sich als Teil des Dialoges zwischen den Kulturen“, so Hiller in ihrer Begrüßungsrede.

Auf die Besonderheiten und Einzigartigkeit sowohl der „globale°“ als auch des Autors Saša Štanišić wies im Folgenden Friederike Tappe-Hornbostel von der Kulturstiftung des Bundes hin. Das Festival und die Autorinnen und Autoren mit Migrationshintergrund, oder besser „Vibrationshintergrund“ (Zitat Tappe-Hornbostel), ihre Mehrsprachigkeit und Erfahrungen transnationaler Wanderungen, bereichern die deutsche Literaturlandschaft. Die Beziehung von Autor und Werk zur Herkunft und zur Sprache wurde exemplarisch im Gespräch zwischen Dr. Lore Kleinert von der globale und Saša Štanišić herausgearbeitet.

Saša Štanišić wurde 1978 in Višegrad, Bosnien-Herzegowina, ehemals Jugoslawien geboren. Mit 14 Jahren flüchtete er mit seiner Familie vor dem Bürgerkrieg nach Deutschland. Nach dem Studium der Slawistik und Deutsch als Fremdsprache ging Stanišić 2004 an das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig. Mit Auszügen aus seinem Debütroman „Wie der Soldat das Grammophon repariert“ gewann er beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2005 den Publikumspreis. 2007 wurde er mit dem Förderpreis des Bremer Literaturpreis ausgezeichnet, im Februar 2008 erhielt Stanišić den Adelbert-von-Chamisso-Preis.

Mit der anschließenden Lesung aus seinem zweitem Roman „Vor dem Fest“, mit dem er 2014 den Preis der Leipziger Buchmesse 2014 gewann, und seiner aktuellen Erzählsammlung „Fallensteller“ begeisterte Saša Stanišić das Berliner Publikum. Eingerahmt wurde die Lesung von Musik von „Balkancello“ und den Musikern Pablo Ortega und Bojana Tadic. Nicht nur Libuše Černá (Festivalleitung globale°) freute sich im Anschluss über diesen gelungenen und stimmungsvollen Abend in Berlin, der Lust auf das Festival und eine Reise nach Bremen gemacht hatte.
Die globale findet vom 25. Oktober - 15. November 2016 in Bremen statt.

Weitere Informationen unter http://globale-literaturfestival.de/

„Tatort Landesvertretung Bremen“

Staatsrätin Ulrike Hiller (links) mit dem Bremen Tatort Team  [Foto: Pressestelle Landesvertretung Bremen, Fotografin Monique Theil], JPG, 261.6 KB
Staatsrätin Ulrike Hiller (links) mit dem Bremen Tatort Team [Foto: Pressestelle Landesvertretung Bremen, Fotografin Monique Theil]

20.10.2016

Am gestrigen Mittwoch (19.10.) 20:15 Uhr war es mal wieder soweit: Tatort Landesvertretung Bremen in Berlin! Bereits zum vierten Mal hatten Radio Bremen und die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, zur exklusiven Preview des neuen Bremen Tatorts in die Landesvertretung eingeladen. Staatsrätin Ulrike Hiller betonte in Ihrer Begrüßung vor den rund 100 Berliner Premieren-Gästen, dass es ihr eine besondere Freude sei abermals Gastgeberin dieses Events zu sein: „Als Landesvertretung wollen wir zum einen die Stärken unseres Zwei-Städte-Staates in der Bundeshauptstadt präsentieren. Zum anderen aber auch ein Stück „Identität“ und „Heimat“ gerade für die vielen ‚Butenbremerinnen und Butenbremer‘ in Berlin bieten.“ Dies gelänge bei der Tatort-Preview immer ganz besonders gut, so Hiller.

Auch Radio Bremen Programmdirektor Jan Weyrauch bedankte sich für die „großartige Gelegenheit den Bremen Tatort ‚ECHOLOT‘ vorab der Presse und Tatort-Fans in der Hauptstadt zu präsentieren“. Der Bremer Tatort spiele diesmal in der Bremer Start-Up-Szene, verriet Weyrauch. Die Erstausstrahlung ist am Sonntag, 30. Oktober 2016, um 20.15 Uhr im Ersten im Rahmen der ARD-Themenwoche „Zukunft der Arbeit“. Im Anschluss an die vom Publikum begeistert aufgenommene Premiere gab es noch die Möglichkeit Fragen an die Schauspieler Sabine Postel (Hauptkommissarin Inga Lürsen), Adina Vetter (Vanessa Arnold/Nessa) und Matthias Lier (David Arnold), die Regisseure/Autoren Peter Henning und Claudia Prietzel sowie das Film-Team von Radio Bremen zu stellen.

„jazzahead! goes Berlin“

(v.l.) Hans Peter Schneider (Messe Bremen), Peter Schulze (Sendesaal Bremen), Staatsminister Prof Monika Grütters, Prof. Ulrich Beckerhoff (Künstlerischer Leiter jazzahead!), Ulrike Hiller, Sybille Kornitschky (Projektleitung jazzahead!), Sarah Ryglewski MdB, jpg, 142.5 KB
(v.l.) Hans Peter Schneider (Messe Bremen), Peter Schulze (Sendesaal Bremen), Staatsminister Prof Monika Grütters, Prof. Ulrich Beckerhoff (Künstlerischer Leiter jazzahead!), Ulrike Hiller, Sybille Kornitschky (Projektleitung jazzahead!), Sarah Ryglewski MdB

29.9.2016

Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staaträtin Ulrike Hiller, und „jazzahead!“ luden am Mittwochabend (28.9.) zur Jazz-Soiree in die Bremer Landesvertretung ein. Anlass war das zehnjährige Bestehen des europaweit renommierten Branchentreffs und Festivals für Jazz. Staaträtin Hiller freute sich zusammen mit jazzahead! und der Messe Bremen diese kulturelle und wirtschaftliche Erfolgsgeschichte in Berlin präsentieren zu können. Gegenüber den rund 100 geladenen Gästen – darunter auch Kulturstaatsministerin Prof Monika Grütters und Vertreterinnen und Vertretern der finnischen Botschaft – erklärte Hiller: „Ich hoffe, dass ich sie alle nächstes Jahr bei der jazzahead! 2017 in Bremen wiedersehen werde, wenn Finnland das Partnerland sein wird.“

Der künstlerische Leiter der jazzahead!, Prof. Beckerhoff, sprach in seiner Begrüßungsrede einen Dank für die Möglichkeit der Präsentation in Berlin und die Unterstützung aus Politik und Wirtschaft aus: „Berlin ist für uns ein ganz wichtiger Ort, um die Bundespolitik zu erreichen. Vor allem die langjährige Unterstützung durch Kulturstaatsministerin Monika Grütters, ideell sowie auch großzügig durch Mittel aus dem Haushalt, hilft uns bei der stetigen Entwicklung.“ Um die Erfolgsgeschichte auf vielen Ebenen auch in der Zukunft weiterhin positiv gestalten zu können, benötige man eine weitere Unterstützung aus Politik und Wirtschaft. „Denn“ so Beckerhoff, „die jazzahead ist für die deutsche Jazzszene im internationalen Kontext unentbehrlich geworden.“

Von der musikalischen Unentbehrlichkeit der jazzahead! konnten sich die Gäste im Anschluss beim Konzert vom Helfrich-Mears Duo mit ECHO Preisträgerin 2016 Anke Helfrich (Piano) und Adrian Mears (Posaune) überzeugen. Beim anschließenden Empfang war von vielen Seiten zu hören, dass man der Aufforderung Staatsrätin Hillers die „jazzahead! 2017“ in Bremen zu besuchen, sehr gerne nachkommen wird.

Empfang für junge Sportlerinnen und Sportler aus Bremen in der Landesvertretung

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Staatsrätin Ulrike Hiller begrüßt die bremischen Finalisten bei „Jugend trainiert für Olympia“

22.9.2016

Rund 240 junge Sportlerinnen und Sportler aus Bremen und Bremerhaven vertreten in diesen Tagen beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ den Zwei-Städte-Staat in Berlin. Auf dem traditionellen Empfang in der Landesvertretung Bremen stärkten sich die Schülerinnen und Schüler gestern (21.9.) für die bevorstehenden Wettkämpfe. Die Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, wünschte den Bremerinnen und Bremern weitterhin viel Glück für die kommenden Tage: „Bremen ist eine sportbegeisterte Stadt. Ich freue mich, dass sich so viele Jugendliche für das Herbstfinale qualifiziert haben und wünsche Euch weiterhin viel Erfolg!“

Beim so genannten Herbstfinale nehmen die Bremerinnen und Bremer in den Sportarten Beachvolleyball, Fußball, Golf, Hockey, Judo, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Tennis und Triathlon. Die Schülerinnen und Schüler kommen aus den Schulen Oberschule an der Ronzelenstraße, Gymnasium Links der Weser, Schule am Leher Markt, Ökumenisches Gymnasium, Gymnasium an der Hamburger Straße, Freie evangelische Bekenntnisschule, Oberschule an der Helsinkistraße, Oberschule am Leibnizplatz und dem Hermann-Böse-Gymnasium. Mit etwa 800.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist „Jugend trainiert für Olympia“ der größte Schulsportwettbewerb der Welt. Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb im Jahr 1969 als Initiative der Zeitschrift "Stern" von deren damaligem Chefredakteur und Herausgeber Henri Nannen, der Konferenz der Kultusminister und dem Nationalen Olympischen Komitee.

"Bremen schlägt Wurzeln in Berlin"

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Staatsrätin Hiller begrüßt die Künstlerinnen und Künstler

15.9.2016

Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staaträtin Ulrike Hiller, und der Verein "Ars Bosnae e.V." aus Bremen haben am Mittwoch (14. September 2016) zur Ausstellungseröffnung von "Wurzeln schlagen" in die Bremer "Kulturbotschaft" in Berlin eingeladen. In der von Amir Omerovic kuratierten Ausstellung haben acht Künstlerinnen und Künstler aus dem Raum Bremen zusammengefunden. Sie haben mit zum Teil unterschiedlichen Migrationshintergründen und ihren persönlichen Bezügen zu Bremen in ihren Arbeiten die Themen neue und alte Heimat behandelt. Staatsrätin Hiller freute sich einmal mehr, die Landesvertretung als Schaufenster für Bremen und Bremerhaven nutzen zu können. "Die Ausstellung ist auch Ausdruck der Vielfalt Bremens, der bremischen Künstlerinnen und Künstler und ihrer Kunst", so Hiller in ihrer Begrüßungsrede.

Amir Omerovic wies in seiner Einführung zur Ausstellung auf die unterschiedlichen Konzepte und Zugänge der Arbeiten zum Thema "Heimat" und "Bremer sein" hin: "Es gibt die Waschechten, die Zuzügler, die Einwanderer, die links und die rechts der Weser oder auch einfach mal nur ‚die Bremer‘." Was ist "Zuhause", fragte Omerovic die rund 100 geladenen Gäste der Vernissage. Er verwies auf die Theorien und Sprüche, die es dazu gebe. Der zutreffendste sei seiner Meinung nach: "Da wo ich bin, ist mein Zuhause!".

An der Ausstellung sind die Künstlerinnen und Künstler Maryam Motallebzadeh, Laila Seidel, Milena Tsochkova, Peter Rambowski, Rainer Weber; Tom Gefken, Mirsad Herenda und Amir Omerovic mit jeweils mindestens zwei Arbeiten beteiligt.

Die Ausstellung ist bis zum 6. Januar 2017 in der Landesvertretung Bremen in Berlin zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 - 15.00 Uhr.
Der Eintritt ist kostenlos.

"Tag der Raumfahrt"

Das Advisory Board zum IAC 2018 in Bremen: (hintere Reihe von v. l. n. r.) ESA-Generaldirektor Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Marco Fuchs, CEO OHB S.E., Ewert Dudok, Executive Vice President bei Airbus DS; (vordere Reihe von links nach rechts) Dr. Wolfgang Scheremet, Abteilungsleiter beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, Vorsitzende des Vorstands DLR, Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Volker Thum, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V., jpg, 88.0 KB
Das Advisory Board zum IAC 2018 in Bremen: (hintere Reihe von v. l. n. r.) ESA-Generaldirektor Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Marco Fuchs, CEO OHB S.E., Ewert Dudok, Executive Vice President bei Airbus DS; (vordere Reihe von links nach rechts) Dr. Wolfgang Scheremet, Abteilungsleiter beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, Vorsitzende des Vorstands DLR, Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Volker Thum, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V.

9.9.2016

In der Bremer Landesvertretung in Berlin drehte sich am heutigen Freitag (9. September 2016) alles um das Thema Raumfahrt. Zunächst kam unter der Leitung von Wirtschaftssenator Martin Günthner das Advisory Board für den International Astronautical Congress (IAC) zusammen. Zu diesem Event, um dessen Ausrichtung sich die Freie Hansestadt Bremen im vergangenen Jahr erfolgreich beworben hatte, werden im Oktober 2018 rund 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Bremen erwartet. "Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, für den IAC ein so hochkarätig besetztes Beratergremium zu gewinnen. Der IAC 2018 in Bremen soll ein Meilenstein für den Raumfahrtstandort Bremen, aber auch für die deutsche und die europäische Raumfahrt werden, deren Herz im Oktober 2018 für fünf Tage in Bremen schlagen wird", sagt Senator Günthner.

Im Anschluss ging es in der Veranstaltung "Perspektiven der europäischen Raumfahrt" um die Erwartungen der Raumfahrtindustrie, der Wissenschaft und der Politik für die ESA-Ministerkonferenz, bei der Ende 2016 über das künftige Budget für die europäische Raumfahrt entscheiden wird. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Carsten Sieling hielt ESA-Generaldirektor Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner einen Vortrag über die Entwicklung und die Perspektiven der europäischen Raumfahrt, in dem er sich für einen optimistischen Blick nach vorne mutige Entscheidungen im Sinne einer gemeinsamen europäischen Raumfahrtstrategie aussprach.

Bürgermeister Sieling: "Das Land Bremen weiß um die besondere Bedeutung der Luft- und Raumfahrt als Zukunftsbranche. Deshalb haben wir hier wie kaum eine andere Region in Europa in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten auf Luft- und Raumfahrt als Standortfaktor gesetzt – und das mit Erfolg. Denn in diesem Sektor arbeiten in unserer Region rund 12.000 Beschäftigte in ca. 100 Unternehmen. Mehr als ein Drittel aller Beschäftigten in der deutschen Raumfahrtindustrie arbeitet in Bremen." Diese Fakten würden zudem beweisen, so Sieling, dass Bremen mit den verschiedenen Raumfahrtunternehmen sowie mit den wissenschaftlichen Institutionen und Kooperationen über eine herausragende raumfahrttechnische Expertise im Land verfügt. Diese müsse man im Interesse Deutschlands und der europäischen Raumfahrt auch weiterhin stärken.

Unter der Moderation von Staatsrat a.D. Dr. Heiner Heseler diskutierten im Anschluss Marco Fuchs, CEO von OHB S.E., Ewert Dudok, Executive Vice President bei Airbus DS, Dr. Wolfgang Scheremet, Abteilungsleiter beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und Dr. Gerd-Achim Gruppe, DLR-Vorstand Raumfahrtmanagement, über das gemeinsame Positionspapier der drei Ländern Baden-Württemberg, Bayern und Bremen, das diese im Sommer an die Bundesregierung gerichtet haben. Die drei Länder fordern darin von der Bundesregierung eine Absicherung des deutschen ESA-Beitrages auf dem aktuellen Niveau.

Traditionelles Bremerhavener Fischessen

Foto: (v.l.) Ulrich Grewe Deutsche See GmbH & Co. KG); Robert Jung (Nordsee GmbH) Heiko Frisch (Dreistern Räucherei GmbH & Co. KG) und Harald Emigholz (Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven) [Foto: Cornell Puterczyk; Pressestelle Handelskammer Bremen], jpg, 123.6 KB
Foto: (v.l.) Ulrich Grewe Deutsche See GmbH & Co. KG); Robert Jung (Nordsee GmbH) Heiko Frisch (Dreistern Räucherei GmbH & Co. KG) und Harald Emigholz (Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven) [Foto: Cornell Puterczyk; Pressestelle Handelskammer Bremen]

7.9.2016

Großer Andrang am Dienstagabend (6.9.) in der Bremer Landesvertretung in Berlin: Die Bremerhavener Fisch- und Lebensmittelindustrie hatte zusammen mit der Handelskammer Bremen und der Bremer Bevollmächtigten beim Bund zum traditionellen „Bremerhavener Fischessen“ eingeladen. Staatsrätin Ulrike Hiller freute sich einmal mehr über den großen Zuspruch für diesen „Klassiker“: „Die Landesvertretung dient als Schaufenster für Bremen und Bremerhaven in dem wir die Traditionen und Stärken unseres Zwei-Städte-Staates in der Bundeshauptstadt präsentieren wollen. Das gelingt beim Bremerhavener Fischessen immer ganz ausgezeichnet!“, so Hiller in ihrer Begrüßungsrede. Auch die Bremerhavener Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Lückert freute sich über die rund 200 Gäste und die Möglichkeit einmal mehr in der Bundeshauptstadt die Vorzüge und Vielfalt Bremerhavens darzustellen: „Wir wollen uns von den Wurzeln nicht entfernen und doch nach vorne blicken. Wir sind eine Seestadt mit Zukunft.“

Präses der Handelskammer Bremen, Harald Emigholz, hob in seiner Begrüßung die Besonderheiten des Wirtschaftsstandortes Bremerhaven im Rahmen der Fischindustrie heraus: „Bremerhaven ist nach wie vor der wichtigste Standort für Fischverarbeitung und –umschlag in Deutschland“. Allerdings wies er darauf hin, dass der pro Kopf Verbrauch an Fisch in den letzten Jahren gesunken sei und fügte süffisant an: „ Wir müssen aufholen also langen Sie gleich zu!“ Zugleich freute er sich über die Premiere seit der Fusion Anfang des Jahres nun als „Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven“ das Bremerhavener Fischessen präsentieren zu können.

Die Nachfolgenden Vorträge von Ulrich Grewe (Deutsche See GmbH & Co. KG) und
Robert Jung (Nordsee GmbH) boten zusätzlichen Input für die anschließenden Gespräche, bei denen auch die parlamentarischen Staatssekretäre Ferlemann (BMVI), Flachsbarth (BMEL) und Beckmeyer (BMWi) sowie zahlreiche Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Wirtschaft anwesend waren. Höhepunkt war aber wieder einmal das reichhaltige Büffet. Hier präsentierte die Bremerhavener Fischwirtschaft ihre Spitzenprodukte im Innen- und Außenbereich der bremischen Landesvertretung. Die Gäste waren von der Vielfalt des Angebotes überrascht und viele schlossen sich der Aussage von Heiko Frisch (Dreistern Räucherei GmbH & Co. KG) an: „Ich freue mich schon jetzt auf das 18. Bremerhavener Fischessen.“

„Mauern öffnen in Berlin“

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(v.l.) Ulrich Kelber, Frank Laukötter, Ulrike Hiller, Hans-Henning Hoff [Foto: Jürgen Sendel]

8.7.2016

Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staaträtin Ulrike Hiller, und der Verein „Mauern öffnen e.V.“ haben am Donnerstag (7.7.) zur Ausstellungseröffnung von „Mauern öffnen in Berlin“ in die Bremer „Kulturbotschaft“ in Berlin eingeladen. In der von Frank Laukötter kuratierten Ausstellung werden ausgewählte Skulpturen und Werke des seit 1978 existierenden Projekts in der JVA Bremen gezeigt, dessen Ziel die Förderung der Resozialisierung von Gefangenen ist. Staatsrätin Ulrike Hiller wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass das bundesweite Vorzeige-Projekt damals von den Ressorts Kultur und Justiz mitgegründet wurde, auch um Kunst im öffentlichen Raum zu fördern: „Bremen war damals die erste Stadt in Deutschland, die Kunst im öffentlichen Raum als staatliches bzw. kommunales Kunstprogramm formulierte“ so Staatsrätin Hiller.

Der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Ulrich Kelber, hob in seinem Grußwort den bundesweiten Vorbildcharakter des Projekts und Vereins für neue Ansätze bei Resozialisierungsmaßnahmen von Gefangenen hervor. Hans-Henning Hoff vom Verein „Mauern öffnen e.V“ beschrieb die Entwicklung des Vereins, der 1997 gegründet wurde und neben der Erwachsenenwerkstatt seit 2001 auch eine Jugendwerkstatt und seit 2006 eine Außenwerkstatt betreibt. „Die Arbeit gibt Strafgefangenen die Möglichkeit, eigenverantwortlich unter Anleitung qualifizierter Künstlerinnen und Künstler die Arbeitsgrundlagen für einen zukünftigen Arbeitsplatz zu erwerben: Konzentriertes Arbeiten, Einhalten von Regeln, gegenseitiger Respekt und manuelle Fertigkeiten.“, so Hoff bei der Vernissage. Mittlerweile befinden sich mehr als 400 Skulpturen im öffentlichen Raum in Bremen. Im Rahmen der Vernissage las zudem Heinrich Lintze aus dem Buch „Tierisch Bremisch“ und rundete einen bunten und interessanten Eröffnungsabend ab.

Die Ausstellung ist bis zum 12. August 2016 in der Landesvertretung Bremen in Berlin zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 - 15.00 Uhr, der Eintritt ist kostenlos.

Impressionen der Vernissage Mauern öffnen in Berlin [Fotos: Jürgen Sendel]

„Mauern öffnen in Berlin“

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Einladung Mauern Öffnen in Berlin

Am 7. Juli startet in der Bremer Landesvertretung in Berlin die Ausstellung „Mauern öffnen in Berlin.“ Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staaträtin Ulrike Hiller, und der Verein „Mauern öffnen e.V.“ laden herzlich ein zur Ausstellungseröffnung:

Donnerstag, 7. Juli 2016, um 18.00 Uhr in der Landesvertretung Bremen, Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin.

Gezeigt werden ausgewählte Skulpturen und Werke des seit 1978 existierenden Projekts in der JVA Bremen, dessen Ziel die Förderung der Resozialisierung der Gefangenen ist. 1997 wurde der Verein Mauern öffnen e.V. gegründet, der neben der Erwachsenenwerkstatt seit 2001 auch eine Jugendwerkstatt und seit 2006 eine Außenwerkstatt betreibt um Resozialisierungschancen zu fördern. „Mauern öffnen“ gibt Strafgefangenen die Möglichkeit, eigenverantwortlich unter Anleitung qualifizierter Künstlerinnen und Künstler die Arbeitsgrundlagen für einen zukünftigen Arbeitsplatz zu erwerben: Konzentriertes Arbeiten, Einhalten von Regeln, gegenseitiger Respekt und manuelle Fertigkeiten. Die von den Gefangenen gefertigten Werke werden im Rahmen von "Kunst im öffentlichen Raum", einem Referat des Senators für Kultur, überwiegend auf Plätzen in Bremen aufgestellt, mittlerweile mehr als 400 Skulpturen.

Zur Eröffnung der Ausstellung sprechen:
Ulrich Kelber, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz
und für Verbraucherschutz
Bürgermeister Dr. Carsten Sieling, Präsident des Senats und Senator für Kultur
Staatsrätin Ulrike Hiller, Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit
Heinrich Lintze liest aus „Tierisch Bremisch“
Frank Laukötter, Kurator der Ausstellung
Hans-Henning Hoff, Mauern öffnen e.V.

Die Ausstellung ist bis zum 12. August 2016 in der Landesvertretung Bremen in Berlin zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 - 15.00 Uhr, der Eintritt ist kostenlos. Weitere Informationen auf www.landesvertretung.bremen.de bzw. http://www.mauern-oeffnen.de/

Medienkontakt: Veit Swoboda, Referat Presse & Veranstaltungen der Landesvertretung, Tel. (030) 26930-177

Bremen spricht sich für starke „soziale Säule“ in der Europäischen Union aus

17.06.2016

Im heutigen Bundesrats-Plenum erklärte Bremen zur Mitteilung der EU-Kommission über die ‚Einleitung einer Konsultation über eine europäische Säule sozialer Rechte‘ (Drucksache 116/16): „Die zukünftige Einhaltung der sozialen Grundsätze ist eine Grundvoraussetzung für eine stärkere und krisenfestere Wirtschafts- und Währungsunion.“ Die Mitteilung greift die Anregung von Präsident Juncker im September 2015 auf, eine Säule sozialer Rechte zu entwickeln, die zum Einen die sich verändernden Realitäten in den europäischen Gesellschaften und in der Arbeitswelt widerspiegelt und die zum Anderen wesentliche Grundsätze zur Unterstützung gut funktionierender und fairer Arbeitsmärkte und Wohlfahrtssysteme festlegt.

Der Entwurf der Säule sozialer Rechte gliedert sich in drei Hauptbereiche: 1. Chancengleichheit und Arbeitsmarktzugang, 2. Faire Arbeitsbedingungen und 3. Angemessener und nachhaltiger Sozialschutz sowie Zugang zu hochwertigen essenziellen Leistungen. Staatsrätin Hiller erklärte hierzu: „Viele der von der Kommission aufgeführten Grundsätze adressieren auch uns Länder und unsere Gestaltungsspielräume, so zum Beispiel Grundsätze für Mindestlöhne, für einen Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung oder sichere Berufsübergänge.“ Die Freie Hansestadt Bremen wünscht sich eine breite und lebhafte Diskussion den kommenden Monaten, bei der man sich konkret mit Bremer Beispielen wie Mindestlohn, Gesundheitskarte für Geflüchtete oder der Jugendberufsagentur einbringen möchte.

Die Bundesratsbeschlüsse und Voten der Freien Hansestadt Bremen stehen hier zum Download bereit:
Beschlüsse der 946. Sitzung des Bundesrates (pdf, 180.1 KB)


Bremen setzt sich für ein faires, gemeinsames, europäisches Asylsystem ein

13.05.2016

Die Freie Hansestadt Bremen hat sich heute im Bundesrat für ein faires, gemeinsames, europäisches Asylsystem und die Erleichterung legaler Zuwanderung nach Europa eingesetzt. Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, erklärte anlässlich der Debatte über die Mitteilung der Kommission zur Reformierung des Europäischen Asylsystems (Drucksache 172/16): „Europas Werte, die auf Humanität, Solidarität und den Erfahrungen der Kriege des 20. Jahrhunderts fußen, sind eine Verpflichtung für ein humanes europäisches Asylrecht unter Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention. Deshalb muss die Übernahme von gemeinsamer Verantwortung für die Einführung eines fairen europäischen Verteilsystems, ausgerichtet an den Kapazitäten der Mitgliedsstaaten, das Ziel sein“, so Hiller im Bundesrats-Plenum.

Staatsrätin Hiller bedauerte, dass der nun vorliegende Vorschlag der Europäischen Kommission hinter den Erwartungen zurück bliebe und die Chance zur Schaffung eines neuen solidarischen Asylsystems vertan wird. Zugleich sei die dahinter stehende zurückhaltende Bereitschaft einiger Mitgliedsstaaten, Schutzsuchende aufzunehmen, beklagenswert: „Alle Beteiligten – Mitgliedstaaten, Kommission und Europäisches Parlament – sind jetzt zum Handeln aufgerufen, die aktuelle Situation als Impuls zur Verwirklichung eines gemeinsamen europäischen Asylsystems zu nutzen. Beschlossene Maßnahmen müssen engagiert umgesetzt und legale Zugangswege in die EU eröffnet werden.“

Gleichzeitig rückte Staatsrätin Hiller die konsequente Bekämpfung der Fluchtursachen und Stärkung von Ressetlementprogrammen in den Fokus: „Das Land Bremen sieht die Länder, den Bund und Europa zudem in der Pflicht, sich für die Verbesserung der Lage in den Krisen- und Kriegsregionen einzusetzen. Nur wenn die Fluchtursachen wie Krieg, Hunger und Gewalt bewältigt sind, werden Menschen sich nicht mehr auf den gefährlichen Weg Richtung Europa begeben“, so Hiller bei der heutigen Debatte im Bundesrat. Sie verwies zudem darauf, dass Bremen sich als erstes Land in Deutschland dem weltweiten UNHCR Ressetlementprogramm angeschlossen hat: „Dadurch können Menschen, die keine Rückkehrperspektive in ihr Heimatland mehr haben, unkompliziert aufgenommen werden und eine schnellere Integration ermöglicht werden.“

Die Bundesratsbeschlüsse und Voten der Freien Hansestadt Bremen stehen hier zum Download bereit:
Beschlüsse der 945. Sitzung des Bundesrates (pdf, 167.6 KB)


Veranstaltung zur Rolle der europäischen Zivilgesellschaft im Mittelmeer in Bremer Landesvertretung

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(v.l.) Verena Papke (Project Management SOS Mediterranee); Klaus Vogel, Gesine Schwan, Caterina Lobenstein und Ulrike Hiller

12.05.2016

Rund 120 Gäste verfolgten am Donnerstagabend in der Bremer Landesvertretung in Berlin die Diskussion über die Rolle der europäischen Zivilgesellschaft im Mittelmeer und die Arbeit von SOS MEDITERRANEE Deutschland. Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, würdigte die Arbeit des Vereins: "Sie leisten einen beeindruckenden Beitrag zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer – ihre Arbeit verdient unsere Unterstützung". Staatsrätin Hiller erinnerte auch an die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten und der Verpflichtung zur Aussage "Etwas Besseres als den Tod findest du überall". "Wir brauchen ein gemeinsames europäisches Asylsystem, die Erleichterung legaler Zuwanderung und müssen den Menschen Perspektiven vor Ort bieten", so Hiller.

Kapitän Klaus Vogel, Gründer und Vorsitzender von SOS MEDITERRANEE Deutschland e.V., berichtete von der Arbeit des Vereins, der sich vor einem Jahr gründete und sich aus Spenden finanziert: "Über 1.300 Menschen sind bereits in diesem Jahr auf der Flucht vor politischer Verfolgung und Armut im Mittelmeer ertrunken. Wir haben seit Beginn des Rettungseinsatzes Mitte Februar über 700 Menschen in Seenot gerettet", so Kapitän Vogel. In einer Live-Schaltung zum "Search-and-Rescue Coordinator" Mathias Menge auf dem Rettungsschiff "Aquarius" bekamen die Gäste einen unmittelbaren Eindruck der Arbeit der Seenotretter. Die Aquarius ist momentan mit 231 Geretteten auf dem Weg nach Catania auf Sizilien.
Die Journalistin Caterina Lobenstein (Die ZEIT) schilderte eindrücklich ihre Erfahrungen auf dem Rettungsboot der Aquarius. Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Humboldt-Viadrina, lobte in der anschließenden Diskussion das vielfältige Engagement der europäischen Zivilgesellschaft und hob exemplarisch SOS Mediterranee und die Kooperationspartner "AWO International" und "Ärzte ohne Grenzen" hervor. Gesine Schwan: "Diese Organisationen liefern uns die wichtigen Bilder und Informationen und bauen somit den notwendigen Druck auf die Politik auf."

Mehr Informationen zu SOS MEDITERRANEE auch auf http://www.sosmediterranee.org


Preisverleihung DRK-Medienpreis

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Preisverleihung DRK-Medienpreis

09.05.2016

Bremens Bürgermeister Dr. Carsten Sieling hat die weltweite Arbeit des Roten Kreuzes gewürdigt. Sieling auf dem Festakt zur Verleihung des DRK-Medienpreises: "Mein Dank geht an die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Eine Bewegung, die mit ihren haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern Tag für Tag dafür sorgt, dass Solidarität und Menschlichkeit keine leeren Worthülsen bleiben – sondern ein Auftrag, der mit Leben gefüllt wird." Die Preisverleihung des zum zehnten Mal bundesweit ausgeschrieben DRK-Medienpreises fand am Montag (9. Mai 2016) in der Bremer Landesvertretung in Berlin mit DRK-Botschafterin und ZDF-Moderatorin Maybrit Illner, DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters und Bremens Bürgermeister Carsten Sieling statt.
Der Preis würdigt journalistische Arbeiten, die sich mit den Grundsätzen und dem Wirken des Roten Kreuzes beschäftigen. Zugelassen sind Arbeiten in den Sparten Print, Hörfunk und Fernsehen. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Gestiftet wird er vom DRK-Kreisverband Bremen mit Unterstützung von LOTTO. Aus den 252 Einsendungen wählte die unabhängige Jury Beiträge aus, die aktuelle sozialpolitische Themen beleuchten und Menschen zeigen, die sich in unvorhergesehenen Lebenssituationen befinden. Die Preisträger: In der Kategorie Print: Karl Grünberg vom Berliner Tagesspiegel für den Beitrag "Ene, meine, muh und raus bist du" sowie in der Kategorie Fernsehen: Beate Greindl-Altmann für den BR/WDR-Beitrag "Der Kommissar und seine Söhne". Der Sonderpreis der Jury ging an Daniela Raskito und Sven Hille für den NDR-Beitrag "Wenn Flüchtlinge erzählen".
Bürgermeister Sieling: "Das Deutsche Rote Kreuz und der DRK-Medienpreis haben die Not der Menschen auf der Welt und die Lage hier bei uns vor der Haustür sowie die Berichterstattung darüber im Blick. Mein Dank gilt den Journalistinnen und Journalisten die hinschauen, die unbequeme Fragen stellen, die uns berichten, was auf unserem Globus passiert und uns ebenso zeigen, wo in unserem Land der Schuh drückt und wie geholfen wird."

Ansprechpartner für die Medien in der Senatskanzlei: Peter Lohmann, Tel. (0421) 361-2193]

„Energiewende – Erfolgsmodell Deutschland oder Muster ohne Wert?“

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v.l.: Hans Jessen, Uwe Beckmeyer und Ulrike Hiller beim „Brem.talk“ in der Bremer Landesvertretung in Berlin [Foto: Pressestelle der Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit]

20.04.2016

Der große Saal der Landesvertretung Bremen in Berlin war am Mittwochabend (20.4.) gut gefüllt bei der Premiere eines neuen Veranstaltungsformats: Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller hatte zum „Brem.talk – Hans Jessen und Gäste“ eingeladen. In Zukunft soll der langjährige Radio Bremen Korrespondent und Moderator von ‚buten un binnen‘ regelmäßig in intimer Atmosphäre mit interessanten Gästen zu aktuellen Themen „talken“. Staatsrätin Hiller erklärte hierzu: „Ich freue mich darüber, dass sich Hans Jessen bereit erklärt mit uns ein neues Veranstaltungsformat auszuprobieren, bei dem wir Talkgäste und Inhalte mit Bezug zu Bremen präsentieren und diskutieren. Er ist von seiner Biografie und Erfahrung prädestiniert Gastgeber des Brem.talks zu sein.“

Thema des ersten Brem.talks war „Energiewende – Erfolgsmodell Deutschland oder Muster ohne Wert?“. Hans Jessen diskutierte mit dem parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, über den aktuellen Stand der Energiewende. Im Zentrum der Diskussion, an der sich auch das Fachpublikum aus Umwelt-, Energie- und Wirtschaftsverbänden rege beteiligte, stand die Frage, wie weit man bei der Umsetzung der Ziele gekommen ist.

Uwe Beckmeyer skizzierte die Energiewende als ökologischen und ökonomischen Erfolg und betonte die Vorreiterrolle Deutschlands in der Welt: „Deutschland ist den formulierten Zielen der Senkung der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent bis 2020, der Erhöhung der Energieeffizienz, dem Ausstieg aus der Atomenergie und dem Ausbau der erneuerbaren Energien einen großen Schritt näher gekommen.“ Sicherlich gebe es auch noch große Herausforderungen, gerade im globalen Kontext, erläuterte Beckmeyer: „Aber die Erfolge und Chancen für den Innovations- und Wirtschaftsstandort überwiegen.“ Dies gelte im Übrigen auch für Bremen und insbesondere Bremerhaven, wo viele Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren Energien angesiedelt sind, so der Bremerhavener Bundestagsabgeordnete.


Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs am 17. März 2016 in Berlin

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Bremens Bürgermeister Dr. Carsten Sieling und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff

Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben sich heute (17. März 2016) in Berlin zu einer turnusmäßigen Konferenz getroffen. Die Tagung fand unter Leitung des Präsidenten des Bremer Senats, Bürgermeister Dr. Carsten Sieling, statt. Bremen ist bis Herbst 2016 Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). Tagungsort war die Vertretung des Landes Bremen beim Bund.

Die beherrschenden Themen der Konferenz waren die Asyl- und Flüchtlingspolitik und die Integration. Dem raschen Spracherwerb, der Ausbildung und der Integration in den Arbeitsmarkt komme dabei eine besondere Bedeutung zu. Die Regierungschefinnen und Regierungschefs waren sich einig, dass die staatlichen Sozial- und Fürsorgeleistungen für bedürftige Menschen wegen der Herausforderung des Flüchtlingszuzuges auf keinen Fall eingeschränkt werden.

Bürgermeister Dr. Carsten Sieling: "Wir haben heute sehr intensiv die wichtige Frage der Integration diskutiert und sind uns einig, dass es so schnell wie möglich zu einer gerechteren finanziellen Lastenverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen kommen muss. Es geht nicht, dass der Bund lediglich 10-15% zahlt, Länder und Kommunen dagegen die restlichen 85-90% schultern. Wir müssen zu einer angemessenen und fairen 50/50 Aufteilung kommen. Der Bund muss sich seiner Verantwortung in dieser Frage stellen, da führt kein Weg dran vorbei."

Der Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, Dr. Reiner Haseloff: „Integration kann nur erfolgreich seien, wenn wir unsere Gesellschaft nicht überfordern. Deshalb müssen wir die Flüchtlingszahlen deutlich und dauerhaft reduzieren. Zudem muss es eine substanzielle finanzielle Beteiligung durch den Bund an den Kosten der Länder und Kommunen geben, auch um keine Verteilungsdiskussion in der Bevölkerung entstehen zu lassen.“

Außerdem baten die Regierungschefinnen und Regierungschefs die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) um einen Bericht über den Umgang mit unbegleiteten jungen Ausländern (so genannte „umA“) und eine Auflistung der Standards in den Ländern. Ziel ist eine länderübergreifende Darstellung der Praxis im Umgang mit dieser Personengruppe sowie eine Beschreibung der Abweichungsbefugnisse der Länder vom Kinder- und Jugendhilfegesetz.

Auch die Bund-Länder-Finanzen waren Thema der Beratung. Bürgermeister Dr. Carsten Sieling und Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff bekräftigten nochmals den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz zur Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen vom 3. Dezember 2015.

Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder unterzeichneten außerdem einen Staatsvertrag über die gemeinsame Einrichtung einer Stiftung für Hochschulzulassung (SfH). Der Vertrag sieht u.a. vor, dass die Serviceaufgaben der SfH im Auftrag und auf Kosten aller Hochschulen zu erfüllen sind.

Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder befassten sich schließlich auch mit dem Entwurf eines 20. Berichtes der unabhängigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF). Die KEF hat diesen Entwurf am 4. Februar 2016 für die Beitragsperiode von 2017 bis 2020 vorgelegt. Der Entwurf unterbreitet einen Vorschlag für die Festsetzung der Höhe des Rundfunkbeitrags, für die ein Staatsvertrag erforderlich sein wird. Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vereinbarten, das Thema in einer der kommenden MPK-Sitzungen erneut aufzurufen, wenn die Endfassung des 20. KEF-Berichts vorliegt.

Auf der Tagesordnung der MPK stand zudem der „Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes im Jahr 2016“. Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder nahmen den vorgelegten Länderbeitrag zum Fortschrittsbericht 2016 zur Kenntnis und beschlossen eine Übermittlung an die Bundesregierung. Leitlinien der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie sind die Generationengerechtigkeit, Lebensqualität, der soziale Zusammenhalt und die internationale Verantwortung.

Hintergrund MPK – Gremium der Selbstkoordination
In der Ministerpräsidentenkonferenz stimmen die Länder, vertreten durch ihre Regierungschefinnen und Regierungschefs, politische Positionen untereinander ab. Die MPK wurde auf Initiative der Ministerpräsidenten als "Gremium der Selbstkoordination" der Länder ins Leben gerufen. Der Vorsitz wechselt jedes Jahr im Herbst. Aktuell führt die Freie Hansestadt Bremen die Geschäfte. Die MPK trifft sich viermal im Jahr zu regelmäßigen Sitzungen, bei besonderem Beratungsbedarf darüber hinaus zu Sonderkonferenzen. Die Hauptkonferenzen finden üblicherweise im jeweiligen Vorsitzland, die übrigen in Berlin statt.

Ansprechpartner für die Medien: André Städler und Peter Lohmann. Telefonkontakt über (0421) 361-2396

Socialmedia: Der Hashtag zur Konferenz lautet #mpkhb | twitter.com/RathausHB_news

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Sven Regener ist neuer Bremer Kohlkönig

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Neuer Kohlkönig Sven Regener mit Staatsrätin Ulrike Hiller [Fotos: Pressestelle der Bevollmächtigten. Fotograf: Stefan Maria Rother]

28.01.2016

Wieder einmal herrschte großer Andrang in der Hiroshimastraße 24 bei der 62. Roland-Runde der Bremer Landesvertretung in Berlin. Beim traditionellen Kohl- und Pinkelessen kamen am Donnerstagabend rund 250 Gäste aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kunst, Wissenschaft und Medien sowie Binnen- und Butenbremer und ausländischer Missionen zusammen. Bürgermeister Dr. Carsten Sieling und Staatsrätin Ulrike Hiller freuten sich über den großen Zuspruch, den die Bremer Tradition auch in der Hauptstadt erfährt: „Unsere Ziel ist es Bremen und Bremerhaven als Orte der Tradition aber auch Innovation in der Hauptstadt zu präsentieren und das Netzwerk Bremen-Berlin zu stärken. Die jährliche Roland-Runde bietet hierfür eine hervorragende Möglichkeit“ erklärte die Bremer Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit.

Höhepunkt des Abends waren einmal mehr die Rede und Krönung des neuen Kohlkönigs. Die scheidende Kohlkönigin, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft berichtete zuvor, welche Freude ihr die Regentschaft gemacht hätte.
Als neuer Kohlkönig wurde daraufhin der Bremer Erfolgsautor und Musiker Sven Regener gekürt. Staatsrätin Ulrike Hiller wies in ihrer Rede darauf hin, dass Sven Regener es als Bremer mit seinen Romanen „Neue Vahr Süd“, „Der kleine Bruder“ und „Herr Lehmann“ geschafft habe, eine Brücke von Bremen nach Berlin zu bauen: „Sven Regener hat 'Bremen' und 'Berlin' ein Stück weit näher zusammengebracht – genauso wie dieser Abend.“ Sven Regener nahm die Auszeichnung und den Grünkohlorden gerne an.

Die Bremer Roland Runde in der Landesvertretung Bremen in Berlin fand zum 62. Mal statt. Sie wurde unterstützt von Party-Service Patzer, Otto Events, Anheuser-Busch InBev, WFB Wirtschaftsförderung Bremen, bremenports, Arbeiter-Samariter-Bund, DGzRS - Die Seenotretter, WESER-KURIER und Mukoviszidose Selbsthilfe Region Bremen.


62. Bremer Roland-Runde

"Samba, Masken & Spektakel"

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Fotografie von Herrn Norbert A. Mueller vom Bremer Karneval

21.01.2016

Die Ausstellung „Samba, Masken & Spektakel“ wurde am 18. Januar 2016 in der Landesvertretung Bremen in Berlin eröffnet. Rund 100 geladene Gäste kamen um die farbenprächtigen und exotischen Bilder des Bremer Karnevals von dem Fotografen Norbert A. Mueller zu bewundern. Begleitet von Musik der Sapucaiu no Samba, Maskenspielern und einem Stelzenläufer brachten Frau Jaeggie, die künstlerische Leitung des Abends, und Herr Mueller den Bremer Karneval nach Berlin und den Gästen näher.

Seit 31 Jahren erobert für ein Wochenende brasilianische Lebenslust die Hansestadt Bremen.
Als größter Europäischer Sambakarneval gehört er in der Sambaszene zu einen der absoluten Highlights. Das Motto des 31. Bremer Karnevals am 29./30. Januar diesen Jahres heißt: Die Reise! Wie immer ist das Motto der Sambistas und Maskenspieler vielfach zu interpretieren: Ob als Metapher auf das Leben oder einfach mit dem Finger über die Landkarte, ob auf dem Weg ins Blaue, ins Grüne oder auf einem fliegendem Teppich. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Die Reise als Motto klingt in unserer von Mobilität geprägten Welt mitunter nostalgisch und doch ist das Thema angesichts der Millionen von Menschen, dich sich unfreiwillig aus ihrer von Krieg und Elend betroffenen Heimat auf die Flucht und damit auf eine Reise in eine ungewisse Zukunft aufmachen, aktuell wie nie. "Die Initiative Bremer Karneval e. V. heißt jeden Menschen Willkommen!"

Seit gut zehn Jahren begleitet der Fotograf Norbert Ansgar Mueller den Bremer Karneval. Und bereichert die Veranstaltung um eine Vielzahl von Bildern, die die Atmosphäre dieses besonderen Festes auf unnachahmliche Weise einfangen.

Die Ausstellung "Samba, Masken und Spektakel" ist bis zum 24. Juni 2016 in der Landesvertretung Bremen, Hiroshimastraße 24 in 10785 Berlin zu sehen.

Der Eintritt ist frei.


Bremen setzt sich für Stärkung des „Fairen Handels“ bei EU-Handelsstrategie ein

18.12.2015

Anlässlich der Plenarberatung des Bundesrates zur neuen EU-Handelsstrategie begrüßt die Bevollmächtigte Bremens beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, die Ankündigung der Europäischen Kommission, bei der Ausgestaltung der zukünftigen Handels- und Investitionspolitik Werte wie nachhaltige Entwicklung, Menschenrechte, fairen und ethischen Handel sowie die Bekämpfung der Korruption in den EU-Handelsabkommen und globalen Handelssysteme verankern zu wollen. „Eine ausgewogene, werteorientierte Handelspolitik kann einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung von Armut auf der Welt leisten, genauso leicht kann aber eine einseitige und falsche Handelspolitik diese verhindern. Insbesondere der Faire Handel hat das Potenzial, Impulse für eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung zu setzen“ so Staatsrätin Hiller in ihrer Rede vor dem Bundesratsplenum.

Besonders freute sich die Bevollmächtigte über die Ankündigung der Kommission, einen europäischen Wettbewerb zur "EU-Stadt des fairen und ethischen Handels" auszurufen. Hierfür hatte sich insbesondere Bremen eingesetzt. Der Bundesrat ist in seiner heutigen Plenarsitzung einem entsprechenden Antrag Bremens und Brandenburgs zur Stellungnahme des Bundesrates zur EU-Handelsstrategie mit großer Mehrheit gefolgt. Ulrike Hiller erklärte dazu: „Bremen wurde im Jahr 2011 als deutsche Hauptstadt des Fairen Handels ausgezeichnet. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine solche Auszeichnung nicht nur das vorhandene Engagement würdigt, sondern gleichzeitig einen Ansporn für weitere Maßnahmen des Staates, der Wirtschaft und – vor allem – der Zivilgesellschaft bedeutet.“

Als einer der größten deutschen Außenhandels- und Hafenstandorte begrüßt das Land Bremen das in der Strategie der EU Kommission verfolgte Ziel nach mehr Wachstum und Investition. Ebenso wichtig ist Bremen, dass die Kommission die kontroverse Debatte um zukünftige Handelsabkommen aufgreift. Die Gewährleistung von Transparenz und die Wahrung bestehender EU-weiter und nationaler Regelungen zu Schutz- und Sicherheitsstandards im Arbeits-, Gesundheits-, und Sozialbereich stünden nicht zur Disposition, so Hiller.

Die vollständige Rede von Staatsrätin Ulrike Hiller können Sie hier angucken: http://www.bundesrat.de/SharedDocs/personen/DE/laender/hb/hiller-ulrike.html?view=


"Ausplündern und Verwalten"

Bei der Ausstellungseröffnung: Prof. Dr. Jaromir Balcar, Bürgermeisterin Karoline Linnert, Johannes Beermann, Staatssekretär Werner Gatzer, Staatsrat Henning Lühr und Ulrike Hiller, Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit (von links nach rechts), jpg, 38.1 KB
Bei der Ausstellungseröffnung: Prof. Dr. Jaromir Balcar, Bürgermeisterin Karoline Linnert, Johannes Beermann, Staatssekretär Werner Gatzer, Staatsrat Henning Lühr und Ulrike Hiller, Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit (von links nach rechts)

10.12.2015

"Es ist erschütternd zu verfolgen, wie der NS-Staat die Juden buchstäblich bis auf das letzte Hemd ausplünderte. Vor der physischen Vernichtung stand die finanzielle. Der nationalsozialistische Terror wäre ohne das reibungslose Funktionieren des Verwaltungsapparates so nicht möglich gewesen", erklärte Bürgermeisterin und Finanzsenatorin Karoline Linnert bei der gestrigen Eröffnung (9. Dezember 2015) der Ausstellung "Ausplündern und Verwalten" in der Bremer Landesvertretung in Berlin.

Bei der Ausstellungseröffnung: Prof. Dr. Jaromir Balcar, Bürgermeisterin Karoline Linnert, Johannes Beermann, Staatssekretär Werner Gatzer, Staatsrat Henning Lühr und Ulrike Hiller, Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit (von links nach rechts)
Mit dieser Ausstellung stellt sich die Bremer Finanzverwaltung dem dunkelsten Kapitel ihrer Geschichte. Die Ausstellung stellt Ergebnisse eines Forschungsprojekts an der Universität Bremen in Kooperation mit der Senatorin für Finanzen vor. Es wird dokumentiert, wie jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger im Nationalsozialismus mit Hilfe der bremischen Finanzverwaltung um ihr Hab und Gut gebracht wurden. Die Finanzverwaltung war aktiv beteiligt an der Enteignung und wirtschaftlichen Vernichtung jüdischer Familien, die in Bremen lebten und über Bremen auswanderten oder deportiert wurden. Die Finanzsenatorin betont: "Das Handeln der Reichsfinanzverwaltung ist ein erschreckendes Beispiel dafür, wie eine Fachverwaltung zu einem willfährigen Instrument des Unrechtsstaates wurde. Die Finanzbehörde hat eine aktive Rolle beim staatlichen Terror gespielt. Akten über steuerliche Benachteiligungen, Sonderabgaben und Enteignungen belegen die Ausplünderung der deutschen Juden, ihre schrittweise Entrechtung und wirtschaftliche Vernichtung. Der Staat hat sich schamlos bereichert, private Unternehmen haben die Ausplünderung als "Dienstleister" unterstützt und ein beachtlicher Teil der Bevölkerung hat davon profitiert. Auf so genannten Judenauktionen wurde der Besitz geflohener, vertriebener oder deportierter jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger öffentlich versteigert."
Werner Gatzer, Staatssekretär beim Bundesministerium der Finanzen, berichtete, dass auch das Bundesfinanzministerium die Geschichte der Finanzverwaltung in der Zeit des Nationalsozialismus untersuche. Eine unabhängige Historiker-Kommission ist mit der Erforschung der Geschichte des Reichsfinanzministeriums in der Zeit des Nationalsozialismus beauftragt: "Wer die Zukunft gestalten will, muss die Vergangenheit verstehen." Nach dem Krieg habe man gern von einem reinen Fachministerium gesprochen, das an den politischen Entscheidungen des NS-Regimes nicht beteiligt war. Man sei lediglich Hauptbuchhalter und Zahlmeister des NS-Regimes gewesen. Kommentar des Staatssekretärs: "Diese verharmlosende Sichtweise ist nicht haltbar. Die Finanzverwaltung und das Ministerium waren eng verstrickt mit dem NS-System und seinen Verbrechen."
Der Historiker Dr. Jaromir Balcar, Leiter des Forschungsprojektes zur "Judenverfolgung und Wiedergutmachung in Bremen", bezeichnete die Kooperation zwischen Forschern und Finanzressort bei der Aufarbeitung der Geschichte der NS-Steuerverwaltung und der Wiedergutmachung in Bremen als gelungen. Er erinnerte an die "Aktion M" im besetzten West-Europa: Jüdischer Besitz wurde in europäischen Nachbarländern beschlagnahmt und ins Gau Weser-Ems transportiert. "Dadurch hat Bremen eine gesamteuropäische Bedeutung bei der Ausplünderung der Juden." Er freute sich, dass die Forschungsergebnisse im Rahmen der Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Der Historiker Johannes Beermann ging auf die Rolle der Fuhrunternehmen bei der Ausplünderung der Juden ein. Ein Thema, dem die Forschung bisher wenig Aufmerksamkeit gewidmet habe: "Für die Speditionen waren die Massenauswanderung und Deportationen mit einträglichen Geschäften verbunden. Außerdem gab es Fälle, wo die Zwangslage der jüdischen Kunden ausgenutzt wurde, zum Beispiel durch überzogene Preise."

Erinnern für die Zukunft

Finanzsenatorin Karoline Linnert dankte allen Beteiligten, die zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben: "Die Historiker der Bremer Uni, die Aktiven in der Geschichtsgruppe der Finanzämter und die Ausstellungsmacher haben eine Auseinandersetzung mit dem, was Recht und Unrecht war und ist, ermöglicht." Sie freute sich, dass sich in Bremen, wo die Ausstellung zuvor gezeigt wurde, zahlreiche Besucherinnen und Besucher über dies dunkle Kapitel der deutschen Geschichte informierten.
"Ich hoffe, dass auch viele Berlinerinnen und Berliner die Gelegenheit nutzen. Die Ausstellung sensibilisiert gegenüber vielfältigen Formen von Ausgrenzung und Diskriminierung in unserer Gesellschaft. Wie hätte ich in der damaligen Situation gehandelt? Diese Frage sollte sich jede und jeder stellen."

Die Ausstellung in der Bremer Landesvertretung in Berlin (Hiroshimastraße 24) ist bis zum15 Januar2016 montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts "Judenverfolgung und Wiedergutmachung in Bremen" sind in dem Buch "Raub von Amts wegen – Zur Rolle von Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit bei der Enteignung und Entschädigung der Juden in Bremen" nachzulesen. Neben der Rolle der Verwaltung in der Zeit des Nationalsozialismus wird in dem Buch der Frage nachgegangen, welche Versuche in Bremen nach 1945 unternommen wurden, um sie für das erlittene Unrecht – soweit überhaupt möglich – zu entschädigen.


MPK fasst Beschluss zur Neuordnung der bundesstaatlichen Finanzbeziehungen

03.12.2015

Im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), die am 03.12.2015 in der Bremer Landesvertretung in Berlin stattfand, haben sich die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder einstimmig auf folgenden Beschluss zur Neuordnung der bundesstaatlichen Finanzbeziehungen verständigt:

Beschlussvorschlag für die Ministerpräsidentenkonferenz am 3.12.2015 zur Neuordnung der bundesstaatlichen Finanzbeziehungen

"Bund und Länder vereinbaren, die Neuordnung ihrer Finanzbeziehungen mit folgenden Eckpunkten auf der Grundlage der beiliegenden Tabelle umzusetzen, die Bestandteil dieses Beschlusses ist (Grundlage ist die Steuerschätzung Mai 2015 für das Jahr 2019). Die unter den einzelnen Ziffern genannten Positionen enthalten weitreichende Zugeständnisse sowie Kompromisslinien und sind vom Willen getragen, eine Einigung herbeizuführen. Sie korrespondieren miteinander und können einzeln nur dann Geltung entfalten, wenn das im Gesamtzusammenhang erkennbare Ergebnis erzielt wird. Ein Zugeständnis für einzelne Positionen kann hieraus nicht abgeleitet werden.

1.

  • Der Länderfinanzausgleich wird in seiner jetzigen Form abgeschafft. Damit entfällt auch der Umsatzsteuervorwegausgleich. Der Länderanteil an der Umsatzsteuer wird grundsätzlich nach Maßgabe der Einwohnerzahl verteilt, jedoch modifiziert durch Zu- und Abschläge entsprechend der Finanzkraft. Im Ergebnis erfolgt ein Ausgleich der Finanzkraft zukünftig im Wesentlichen bereits im Rahmen der Verteilung des Länderanteils an der Umsatzsteuer.
  • Die Länder erhalten zusätzliche Umsatzsteuerpunkte im Gegenwert von 4,02 Mrd. €.
  • Der Angleichungsgrad und der Tarif der allgemeinen Bundesergänzungszuweisungen werden auf 99,75 % des Durchschnitts zu 80 % erhöht.
  • Der Tarif zur Berechnung der Zu- und Abschlagsbeträge bei der Umsatzsteuerverteilung wird linear gestaltet und auf 63 % festgesetzt.
  • Die kommunale Finanzkraft wird zur Berechnung der Finanzkraft eines Landes zu 75 % einbezogen.
  • Die Einwohnerwertungen für die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen bleiben unverändert, ebenfalls die von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
  • Es werden Zuweisungen des Bundes zum Ausgleich der Finanzkraftunterschiede auf Gemeindeebene in verfassungsrechtlich abgesicherter Form in Höhe von ca. 1,54 Mrd. € gewährt. Dabei wird die unterdurchschnittliche Gemeindefinanzkraft zu 53,5 % bezogen auf die Lücke bis 80 % des Durchschnitts der Gemeindesteuerkraft ausgeglichen.
  • Die SoBEZ für die neuen Länder enden 2019. Die Instrumente, die helfen, regionale Ungleichgewichte unter den Ländern auszutarieren (SoBEZ für Kosten der politischen Führung, SoBEZ für strukturelle Arbeitslosigkeit, Finanzierungshilfen zur Abgeltung der Hafenlasten) werden fortgeführt. Brandenburg erhält zusätzliche SoBEZ für Kosten der politischen Führung in Höhe von 11 Mio. Euro.
  • Die Forschungsförderung des Bundes nach Art. 91b GG erfolgt nicht nach den Kriterien einer gleichmäßigen Verteilung. Um für leistungsschwache Länder einen Ausgleich zu gewährleisten, wird eine Bundesergänzungszuweisung für Forschungsförderung eingeführt. Dabei werden 35 % der Differenz zu 95 % des Länderdurchschnitts der Nettozuflüsse aufgefüllt. Die Forschungs-BEZ werden zusätzlich zu den bisherigen Forschungsausgaben des Bundes geleistet und gehen nicht zu Lasten der Forschungsförderung für die Länder.
  • Die Förderabgabe wird im Wesentlichen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein erhoben. Sie ist mit erheblichen Belastungen der Länder verbunden. Deshalb wird sie zukünftig bei der Berechnung der Finanzkraft zu 33 % angesetzt.
  • Es werden zur besonderen Entlastung dem Saarland und der Freien Hansestadt Bremen Sanierungshilfen in Höhe von insgesamt 800 Mio. € gewährt.
  • Bestehende Umsatzsteuer-Festbeträge werden in Umsatzsteuerpunkte umgewandelt.
  • Das Bundesprogramm GVFG wird dauerhaft fortgeführt.
    Mit der Umsetzung aller beschriebenen Elemente im Rahmen einer Gesamteinigung werden die Länder in beträchtlichem Umfang finanziell entlastet. Dabei wird auch den Belangen der finanzschwachen Länder Rechnung getragen. Durch die Neuordnung der bundesstaatlichen Finanzbeziehungen steht kein Land finanziell schlechter da als ohne die Neuordnung.
    Der Finanzausgleich wird einfacher, transparenter und gerechter gestaltet. Die ostdeutschen Flächenländer erhalten weiterhin Zuweisungen in Höhe von mehr als 2 Mrd. €. Die Länder Saarland und Bremen werden durch ergänzende finanzielle Hilfen in Höhe von insgesamt 800 Mio. € unterstützt. Es wird deutlich, dass Nordrhein-Westfalen Zahlerland ist. Die bisherigen Zahlerländer werden im Ausgleichssystem in einer Größenordnung von 2 Mrd. € entlastet. Die westdeutschen Flächenländer erhalten erhebliche Leistungen durch zusätzliche Umsatzsteueranteile, durch eine Begrenzung der Förderabgabe bei der Berechnung der Finanzkraft und durch gesonderte Zuweisungen des Bundes.

2. Der Stabilitätsrat überwacht künftig auch die Einhaltung der Schuldenbremse durch Bund und Länder. Mit der Ausweitung der Zuständigkeiten des Stabilitätsrates wird der Stabilitätsrat mit den zu seiner Aufgabenwahrnehmung notwendigen Kompetenzen ausgestattet.

3. Im Rahmen der Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen ist auch über einen Transferweg für die weitere Entlastung der Kommunen um 5 Mrd. Euro p. a. ab 2018 zu entscheiden. Dieser soll eine zielgenaue Entlastung der Kommunen gewährleisten und die Voraussetzungen für eine sachgerechte Fortentwicklung der Aufgaben- und Finanzierungsverantwortung im Sozial-bereich schaffen. In diesem Zusammenhang ist zu prüfen, ob und wie die Länder bei der Eingliederungshilfe, den Hilfen zur Erziehung und anderer Sozialleistungen, die in der Finanzierungsverantwortung der Länder liegen, beschränkte Gesetzgebungskompetenzen erhalten können und die Finanzierungsverantwortung für die Eingliederungshilfe vollständig dezentral bei Ländern und Kommunen verbleiben kann.

4. Die Prolongation der bestehenden Kredite der Konsolidierungsländer wird ab 2016 gemeinsam mit dem Bund erfolgen. Die Konsolidierungsländer haften im Innenverhältnis gegenüber dem Bund weiterhin für ihre Verbindlichkeiten, profitieren aber vom erzielbaren Zinsvorteil. Ab 2020 können alle Länder diese Möglichkeit optional in Anspruch nehmen.

5. Die Neuordnung der bundesstaatlichen Finanzbeziehungen gilt unbefristet. Allerdings werden die Auswirkungen des neuen Ausgleichssystems erstmals 2030 überprüft. Eine Möglichkeit zur Kündigung durch eine Länderminderheit von mindestens drei Ländern ist frühestens ab dem Jahr 2030 einzuräumen. Die bis zur Kündigung geltende Regelung gilt weiter, bis sie durch eine neue Regelung ersetzt wird.

6. Bund und Länder werden unverzüglich die oben genannten Elemente mit dem Ziel konkretisieren, das Gesetzgebungsverfahren zur Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen Anfang 2016 einzuleiten.

7. Die Ministerpräsidentenkonferenz betont die Notwendigkeit, bei der erforderlichen Anpassung des Grundgesetzes den bislang in Artikel 107 GG verankerten angemessenen Ausgleich der unterschiedlichen Finanzkraft der Länder auch künftig sicherzustellen. Dies ist im weiteren Gesetzgebungsverfahren zu konkretisieren."

Gespräch im Kanzleramt
Im Anschluss an das Treffen in der Bremer Landesvertretung findet die Besprechung der Regierungschefinnen und Regierungschefs mit der Bundeskanzlerin im Kanzleramt statt.

MPK – Gremium der Selbstkoordination
In der Ministerpräsidentenkonferenz stimmen die Länder, vertreten durch ihre Regierungschefinnen und Regierungschefs, politische Positionen untereinander ab. Die MPK wurde auf Initiative der Ministerpräsidenten als "Gremium der Selbstkoordination" der Länder ins Leben gerufen. Der Vorsitz wechselt jedes Jahr im Herbst. Aktuell führt die Freie Hansestadt Bremen die Geschäfte. Die MPK trifft sich viermal im Jahr zu regelmäßigen Sitzungen, bei besonderem Beratungsbedarf darüber hinaus zu Sonderkonferenzen. Die Hauptkonferenzen finden üblicherweise im jeweiligen Vorsitzland, die übrigen in Berlin statt.

Bremen fordert mehr Unterstützung vom Bund bei Bewältigung der Flüchtlingskrise

06.11.2015

Die Freie Hansestadt Bremen hat sich heute (Freitag, 6. November 2015) im Bundesrat für eine größere Unterstützung des Bundes bei der Bewältigung der Herausforderungen mit den steigenden Asylsuchenden- und Flüchtlingszahlen eingesetzt. Mit einem Entschließungsantrag zum "Gesetz über die Feststellung eines Zweiten Nachtrags zum Bundeshaushaltsplan für das Haushaltsjahr 2015" fordern die Ländern Bremen, Berlin und Brandenburg den Bund auf, seine getroffenen Zusagen insbesondere in den Bereichen Unterbringung und Kinderbetreuung einzuhalten. Bremens Bürgermeister und amtierender Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz Dr. Carsten Sieling erklärte: "Dafür sollten die Spielräume, die im Bundeshaushalt durch den Wegfall des Betreuungsgeldes entstehen, genutzt werden. Wir gehen entsprechend den Äußerungen der Bundeskanzlerin von einem Finanzvolumen in Höhe von nahezu einer Milliarde Euro pro Jahr aus."
Die Länder sehen die Absprache mit Blick auf das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes, das für die Jahre 2016 bis 2018 lediglich Mittel in Höhe von 339, 774 bzw. 870 Millionen Euro für die Entlastung der Länder vorsieht, als unzureichend erfüllt an. Der Bundesrat bittet daher die Bundesregierung, im Rahmen der Haushaltsberatungen zum Bundeshaushalt 2016 die Mittelzuweisungen an die Länder entsprechend den Verabredungen anzupassen. "Diese Mittel müssen auch über 2018 hinaus dauerhaft zur Verfügung stehen", so Sieling.
In der Entschließung des Bundesrats wurde außerdem auf die Zusage des Bundes bei der Vereinbarung zwischen den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten und der Bundeskanzlerin vom 24. September 2015 verwiesen, dass Länder und Kommunen beim Neubau von Wohnungen und bei der Ausweitung des Bestandes an Sozialwohnungen durch den Bund unterstützt werden sollen. Carsten Sieling betonte im Bundesrat: "Der soziale Wohnungsbau ist eine der drängenden aktuellen Fragestellungen, auch im politischen Zusammenhang mit der großen Anzahl von Deutschland erreichenden Flüchtlingen." Es sei erforderlich, dass der Bund für den sozialen Wohnungsbau geeignete Grundstücke an Kommunen bzw. kommunale Gesellschaften abgibt, so Sieling. Dabei muss bei der Wertermittlung die geplante Nutzung für den sozialen Wohnungsbau berücksichtigt werden.

Zeitzeuge Heinz Aulfes zu „Kindheit und Jugend im 3.Reich“

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Fotos - Abdruck honorarfrei: (v.l. Klaus Wedemeier, Heinz Aulfes, Herman Vinke , Wolfgang Hesse)

28.10.2015

Der Veranstaltungsraum der Bremer Landesvertretung in Berlin ist am Mittwochabend (28.10.) gut gefüllt mit jungen und älteren Gästen als Heinz Aulfes (Jg.1927) aus seinem Buch „Ihr seid die beste Jugend des tüchtigsten Volkes – Kindheit und Jugend eines Bramscher Schülers im Dritten Reich“ zu lesen beginnt. Bei der anschließenden Diskussion zusammen mit dem früheren Bremer Bürgermeister Klaus Wedemeier, dem Verleger Dr. Wolfgang Hesse und dem Bremer Journalisten und Sachbuchautor Herman Vinke stehen das Erinnern und Einordnen der Geschehnisse im Vordergrund. Klaus Wedemeier betonte was man gerade heute in Deutschland wieder vermehrt brauche: „Mut zum Erinnern; Gegen das Vergessen“.

In der anschließenden Diskussion kommt vor allem die Frage auf, wie Heinz Aulfes die Balance zwischen seinem sozialdemokratischen Elternhaus und der NS Ausrichtung in Hitler – Jugend und Öffentlichkeit bewältigt hat. Er erzählt darauf hin aus seiner Lebensgeschichte: Er wächst in einer sozialdemokratisch orientierten Familie auf – in der niedersächsischen Industriekleinstadt Bramsche im Landkreis Osnabrück. Schule, Hitlerjugend, Ausbildung und Einsatz als Luftwaffenhelfer, Arbeitsmann im Reichsarbeitsdienst und Soldat in der Armee Wenck hinterlassen Prägungen. Sein Vater hat ihm zu seiner Zeit in der Hitlerjugend mit auf den Weg gegeben: „Draußen mitmachen und dabei keinen Schaden an der Seele nehmen. Zuhause in der Familie erfährst du die Wahrheit.“ Die darin liegenden Konflikte sagt Heinz Aulfes „musste ich austragen und aushalten.“

Nach seiner Entlassung aus englischer Kriegsgefangenschaft (Sommer 1945) im Rahmen der Aktion „Barleycorn“ macht er sein Abitur in Osnabrück nach (1945/46) und studiert Geschichte, Englisch, Geografie an der Universität Münster (1947 – 1951).Er unterrichtet an Gymnasien in Niedersachsen, NRW und im Lande Bremen. Seine Karriere als Pädagoge und Politiker (Mitglied für die SPD in der Bremischen Bürgerschaft (1979 - 1991) lassen ihn Schul- und Bildungspolitik im Lande Bremen verantwortlich mitgestalten: Politische Weggefährten von Heinz Aulfes sind drei Bremer Bürgermeister: Klaus Wedemeier, Henning Scherf, Jens Böhrnsen. 1991 kehrt er nach seiner Pensionierung in seine Heimatstadt Bramsche zurück. Eine wesentliche Motivation seiner Arbeit als Pädagoge und Politiker, ist gegen das Vergessen anzugehen, junge Menschen zum selbständigen Denken anzuleiten und für die neue deutsche Demokratie der jungen Bundesrepublik Deutschland zu gewinnen. Dies ist allen Beteiligten an diesem Abend in der Landesvertretung Bremen eindrucksvoll gelungen.

Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Brüssel

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02.10.2015

Anlässlich des 25. Jahrestages des Tages der deutschen Einheit fand am 2. Oktober 2015 ein gemeinsamer Empfang der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland beim Königreich Belgien und der EU-Vertretungen der 16 deutschen Länder statt. Die Länder wurden dabei politisch von der Bremer Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, vertreten, da die Freie Hansestadt Bremen seit dem 1. Oktober den Vorsitz in der Konferenz der Ministerpräsidentenkonferenz innehat.

Der deutsche Botschafter Rüdiger Lüdeking und die Bremer Bevollmächtigte Ulrike Hiller konnten mehr als 1000 internationale Gäste aus den Europäischen Institutionen, der NATO, Botschaften, Regionalvertretungen sowie aus Kultur und Wirtschaft Belgiens begrüßen. Ulrike Hiller warb als Ehrengast in ihrer Ansprache für Solidarität und Offenheit in Europa. Das Jahr 2015 habe die EU vor bisher ungekannte Herausforderungen wie die Bewältigung der Griechenlandkrise und der Flüchtlingsproblematik gestellt. Bei manchen Bürgerinnen und Bürgern seien Zweifel entstanden, ob Europa den Aufgaben gewachsen sei, auch nationalistische Stimmen seien vermehrt zu hören.

Ulrike Hiller: „Mir liegt sehr daran, heute anlässlich dieses Feiertages für uns Deutsche, an Sie alle zu appellieren, diesen Stimmen ebenso entschieden entgegen zu treten. Nationalismus und Abschottung, Grenzen und neue „eiserne Vorhänge“ sind untauglich, die aktuellen Aufgaben zu bewältigen. Ob in den Institutionen der Europäischen Union oder in den Mitgliedsstaaten! Ob in den Parlamenten, der Verwaltung oder in Zivilgesellschaft oder in den Unternehmen - lassen Sie uns gemeinsam dafür eintreten, dass das Haus Europa ein gastfreundliches, of¬fenes Haus bleibt, getragen von Solidarität und Respekt.“

Seit einigen Jahren richten die deutschen Länder gemeinsam mit der Deutschen Botschaft beim Königreich Belgien die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Brüssel aus. Für die musikalische Untermalung sorgte die Bremer Band „Swinging-Pool“.

Gemeinsamer Parlamentarischer Abend der Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in der Bremer Landesvertretung

30.09.2015

Die Verkehrsanbindung der norddeutschen Seehäfen ist ein zentraler Bestandteil für die gesamtdeutsche Wirtschaftsentwicklung, darüber sind sich die norddeutschen Verkehrsminister einig. Sie fordern vom Bund verstärkte Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur Norddeutschlands. An dem Treffen mit Vertretern der fünf norddeutschen Länder nahmen unter anderem der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann, Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel und der Chief Operating Officer der weltgrößten Containerreederei Maersk Herr Sören Toft teil.

Mit den deutschen Seehäfen profitiere die gesamte Wirtschaft Deutschlands von einer Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, unterstrich Bremens Senator Martin Günthner. Eine leistungsfähige Anbindung der norddeutschen Häfen und der Industriestandorte ist deshalb für die Zukunftsentwicklung des Nordens und der gesamtdeutschen wie auch der europäischen Volkswirtschaft von herausragender Bedeutung.

Günthner sagte weiter, ein Ausbau des Verkehrsnetzes sei auch mit Blick auf die Entwicklungsprognosen der großen deutschen Seehäfen nötig. "Der Hafenumschlag wächst deutlich stärker als der deutsche Außenhandel". Trotz gewisser Einbrüche um 2008 zeige sich in den zurückliegenden Jahren wieder die deutlich steigende Tendenz. Der Güterumschlag habe sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, und er werde weiter zunehmen: Laut Seeverkehrsprognose würden die deutschen Seehäfen bis 2030 jährlich um 2,8 Prozent wachsen. Ein besonderer Schub sei beim Containerverkehr zu erwarten. Günthners Hamburger Kollege, Senator Frank Horch, ergänzte: "Die Seehäfen sind das Tor zur Welt, insbesondere nach Mittel-, Nord- und Osteuropa. Ein leistungsfähiges Bahnnetz sowie optimale Straßenanbindungen sind Voraussetzungen dafür, dass Deutschland im Norden Dreh- und Angelpunkt der internationalen Logistik bleibt. Die Sicherung dieser Wettbewerbsfähigkeit muss sich im Bundesverkehrswegeplan widerspiegeln."

Deutschland brauche im Norden insbesondere eine Schienen- und Wasserstraßen-Infrastruktur, die das kontinuierliche Wachstum des Güterverkehrs ökologisch sinnvoll auffangen könne. Gebraucht würden Investitionen zum Erhalt, zur Entlastung und zum Ausbau der Strecken.

Bremer Philharmoniker spielen für Flüchtlingshilfe in Berlin

(v.l.) Christian Kötter-Lixfeld , Ulrike Hiller, Jens Quade und Ingo Jander, jpg, 70.2 KB
(v.l.) Christian Kötter-Lixfeld , Ulrike Hiller, Jens Quade und Ingo Jander

23.09.2015

Am Dienstagabend (22.9.) fand vor rund 130 geladenen Gästen zum vierten Mal „Phil à la carte – eine musikalisch-kulinarische Soirée“ mit den Bremer Philharmonikern in der Landesvertretung statt. Die Bremer Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, freute sich einmal mehr „die Bremer Philharmoniker als Aushängeschild der Bremer Kultur-Landschaft mit nationalem und internationalem Renommee!“ in der Bundeshauptstadt präsentieren zu dürfen. Ganz besonders begrüßte Ulrike Hiller die Ehrengäste des Abends: Aus der Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Karlshorst waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, freiwillige Helferinnen und Helfer und Bewohner der Unterkunft in die Landesvertretung gekommen: „Zusammen mit den Bremer Philharmonikern wollen wir den heutigen Abend auch nutzen um uns für ihr Engagement zu bedanken und Spenden für das Projekt ‚Spielpark‘ in der Unterkunft für Geflüchtete sammeln.“

Jens Quade, Kreisverbands-Präsident des DRK Müggelspree, informierte im Anschluss über den Hintergrund der Spendenaktion. Vor einem Monat habe der Landesverband Berliner Rotes Kreuz e.V. gemeinsam mit dem DRK Kreisverband Müggelspree e.V. eine Notunterkunft in Berlin-Karlshorst über Nacht bewohnbar gemacht. Inzwischen leben dort rund tausend Menschen - ein Drittel davon sind Kinder. Für das aktuelle Projekt „Spielpark“ soll aus einer großen Brachfläche der Unterkunft eine Parkanlage mit viel Platz zum Spielen entstehen „um den Kindern eine möglichst unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen“, so Quade.

Der Intendant der Bremer Philharmoniker, Christian Kötter-Lixfeld führte daraufhin durch den Abend, der unter dem Motto „Berlin im Licht“ Musik aus der Weimarer Republik mit Chansons, Texten und Kammermusik von u.a. Kurt Weill, Friedrich Holländer, Kurt Tucholsky, Paul Hindemith beinhaltete. Christian Kötter-Lixfeld erinnerte dabei, dass „viele Künstler der heutigen Soirée selber Geflüchtete waren oder Flüchtlinge wurden um dem Nazi-Terror zu entkommen“. Für die Gäste und den guten Zweck sangen, spielten und lasen an diesem Abend: Nadine Lehner (Sopran), Fabian Baumgarten(Lesung), Oleg Douliba und Florian Baumann (Violine), Steffen Drabek (Viola) und Karola von Borries (Violoncello).

Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit und die Bremer Philharmoniker freuen sich, dass an dem Abend 695,00€ für das Projekt Spielpark in der Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Karlshorst gespendet wurden.

Informationen zur Spendenaktion finden sie unter http://www.notunterkunft.drk-mueggelspree.de/index.php

Impressionen Phil a la carte 2015

Traditionelles Bremerhavener Fischessen in der Landesvertretung Bremen

Gute Stimmung beim Bremerhavener Fischessen und der Verleihung des Matjes-Ordens, JPG, 60.7 KB
Gute Stimmung beim Bremerhavener Fischessen und der Verleihung des Matjes-Ordens

11.09.2015

Bereits zum 16. Mal wurde in der Bremischen Landesvertretung in Berlin das Bremerhavener Fischessen ausgerichtet, das im Jahreskalender der Fisch- und Lebensmittelindustrie in der Seestadt einen der Höhepunkte darstellt. Eingeladen hatten der Fisch- und Lebensmittelwirtschaftliche Ausschuss der IHK Bremerhaven unter der Leitung von Heiko Frisch gemeinsam mit der Bevollmächtigten der Freien Hansestadt Bremen beim Bund,für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin, Ulrike Hiller. Das Thema Nachhaltigkeit stand im Mittelpunkt der Veranstaltung mit rund 200 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Der Eröffnung der Veranstaltung schlossen sich Grußworte von Oberbürgermeister Melf Grantz und Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, an. Dr. Maria Flachsbarth ging in ihren Ausführungen unter anderem auf die reformierte Gemeinsame Fischereipolitik der Europäischen Union ein. Der „Kurswechsel hin zu mehr Nachhaltigkeit“ sei vollzogen, stellte die Staatssekretärin fest. Ein Sorgenkind sei allerdings die Ostsee-Dorsch-Quote 2016. Nach Auffassung von Dr. Flachsbarth wird die Nachhaltigkeit auch aus Verbraucher-Sicht zu einem immer wichtigeren Thema. Diese wachsende Nachfrage habe das Einkaufsverhalten bei wichtigen globalen Abnehmern von Fisch verändert, die nun ihrerseits vermehrt Fisch aus zertifizierter Fischerei nachfragten. „Hier hat der Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach einem vorsichtigeren Umgang mit der Ressource Meer einen nicht unwichtigen Sieg errungen“, so die Politikerin.

Nach den Grußworten wurden in einer Diskussionsrunde die Stärken des Standortes Bremerhaven näher beleuchtet. An ihr nahmen Jürgen Marggraf, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Frosta AG und Vorsitzender des Bundesmarktverbandes der Fischwirtschaft, Dr. Maria Flachsbarth und der Bremerhavener IHK-Standortleiter Dr. Frank Thoss teil. Der Schlusspunkt des Bremerhavener Fischessens wurde durch das Fischbüfett gesetzt. Eröffnet wurde es von Gerd Blancke, dem Salzer des Bremerhavener Matjes-Ordens. Das Sponsoring der Traditionsveranstaltung wurde von der „Deutsche See“ übernommen.

Beuys, Richter, Hamilton, Lichtenstein und viele mehr in der Landesvertretung Bremen zu sehen

Ulrike Hiller, Barbara Lison und Detlef Stein bei der Ausstellungseröffnung „40 Jahre – 40 Werke“ der Graphothek, jpg, 59.8 KB
(v.r.) Ulrike Hiller, Barbara Lison und Detlef Stein bei der Ausstellungseröffnung „40 Jahre – 40 Werke“ der Graphothek

9.9.2015

Am Dienstag (8.9.) feierte die Ausstellung „40 Jahre – 40 Werke“ der Graphothek der Stadtbibliothek Bremen vor rund 100 geladenen Gästen in der Bremer Landesvertretung in Berlin ihre Eröffnung. Zu ihrem 40. Geburtstag präsentiert die Graphothek 40 herausragende Werke aus ihrem Bestand, darunter Arbeiten von Joseph Beuys, Gerhard Richter, Richard Hamilton oder Roy Lichtenstein. Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, freute sich wieder einmal Bremen als Ort der Vielfalt und Kultur in der „Bremer Kultur-Botschaft“ präsentieren zu dürfen: „Kunst, Kultur und Bremen – das passt einfach gut zusammen und hat Tradition.“

Barbara Lison, Direktorin der Stadtbibliothek Bremen, ging in Ihrer Begrüßungsrede auf die Geschichte und Intention der Graphothek ein: „Als eine der ersten Einrichtungen dieser Art in der Bundesrepublik wurde die Graphothek 1975 gegründet und bei der Stadtbibliothek Bremen angesiedelt. Unter dem Motto ‚Bilder entleihen wie Bücher‘ soll bis heute zeitgenössische Kunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.“

Kurator Detlef Stein hob in seiner Einführungsrede zur Ausstellung die Qualität der Bremer Sammlung hervor: „In den 70er und 80er Jahren ist es in Bremen mit viel Sachverstand gelungen, eine attraktive Sammlung zeitgenössischer Kunst aufzubauen.“ Für den Kurator war es nach eigener Aussage äußerst schwierig aus den mittlerweile mehr als 3.400 Werken aus den Bereichen Grafik, Fotografie und Plastik lediglich 40 Exponate für die Ausstellung auszuwählen. Zum Abschluss des Abends waren sich alle Gäste einig, dass es wieder einmal geglückt sei, einen weiteren „Schatz“ aus Bremen im stimmigen Rahmen in Berlin zu präsentieren und ein Besuch der Ausstellung wärmstens weiterempfohlen wird.

Die Ausstellung „40 Jahre – 40 Werke“ ist bis zum 13.November 2015 in der Landesvertretung Bremen, Hiroshimastraße 24 in 10785 Berlin zu sehen. Öffnungszeiten Mo bis Do 10:00-15:00 Uhr, Fr 10:00-14:00 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Weitere Informationen auf www.landesvertretung.bremen.de

„Uns gehört die Zukunft, also hört uns zu!“

01.07.2015

Rund 170 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Kultur kamen am vergangen Freitag zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung „Uns gehört die Zukunft, also hört uns zu!“ des Europäischen Wettbewerbs.
Kreativ lernend Europa entdecken, das ist das Ziel des Europäischen Wettbewerbs.
Mit jährlich etwa 80.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwischen 5 und 20 Jahren an bundesweit 1.000 Schulen ist er nicht nur der älteste, sondern auch einer der renommiertesten Schülerwettbewerbe Deutschlands.

Der EW bietet jedes Jahr zwölf altersgerechte Aufgabenstellungen, die sich an dem Thema des jeweiligen Europäischen Jahres orientieren und fördert so Aktualität und konkreten politischen Bezug der Europabildung an Schulen. In diesem Jahr haben sich die Schülerinnen und Schüler kreativ und kritisch mit den Themen Armut, Flucht, globalem Handel, Krieg, Natur- und Tierschutz und Nachhaltigkeit befasst, alles unter dem Oberbegriff der Entwicklung, dem aktuellen Thema des Europäischen Jahres.

Die kreativen Arbeiten der Kinder und Jugendlichen – neben Bildern und Plakaten werden auch Lieder, Texte und illustrierte Bücher sowie Objekte und Filme ausgestellt – zeugen von Fantasie und Engagement, aber auch von Sorgen und Kritik. Ihr Blick auf die großen Probleme der Weltgemeinschaft eröffnet eine neue Perspektive und berührt. Arbeiten wie beispielsweise das Bild von einer Schülerin aus Bayern mit der Aussage „Es gibt zu viele Flüchtlinge, sagen die Menschen. – Es gibt zu wenige Menschen, sagen die Flüchtlinge“. machen sehr nachdenklich. Zum Schmunzeln dagegen die Idee mit Kuhpupswindeln als eine neue Form der Energiegewinnung von einer Schülerin aus Baden-Württemberg.

Die Bremer Bevollmächtigte beim Bund und für Europa und Staatsrätin für Entwicklungszusammenarbeit, Ulrike Hiller, Dr. Peter Failer, Abteilungsleiter Internationale Entwicklungspolitik Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, BMZ und Helene Banner, Abteilungsleiterin Bürgerkommunikation der Europäischen Kommission in Deutschland begrüßten die rund 170 Gäste und bedankten sich bei den vielen anwesenden Schülerinnen und Schüler für die tollen Arbeiten und betonten einmal mehr die Wichtigkeit und Aktualität des Themas.

Die Ausstellung wird bis zum 07. August in der Bremer Landesvertretung zu sehen sein.

Impressionen der Ausstellungseröffnung

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven feiert Jubiläum

v.l.n.r.: Oberbürgermeister a.D. Jörg Schulz, Dr. Simone Eick, Direktorin, Ayden Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Melf Grantz, Oberbürgermeister von Bremerhaven, Ulrike Hiller, Bevollmächtigte des Landes Bremen beim Bund und für Europa und Staatsrätin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Integration, jpg, 9.8 KB
v.l.n.r.: Oberbürgermeister a.D. Jörg Schulz, Dr. Simone Eick, Direktorin, Ayden Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Melf Grantz, Oberbürgermeister von Bremerhaven, Ulrike Hiller, Bevollmächtigte des Landes Bremen beim Bund und für Europa und Staatsrätin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Integration

01.07.2015

Bei strahlendem Sonnenschein und mit 120 geladenen Gästen feierte das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven mit der Stiftung des Hauses und der Stadt Bremerhaven sein 10-jähriges Bestehen in der Bremer Landesvertretung in Berlin. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft und Freunde und Förderer erlebten einen Rückblick auf die bisherigen Meilensteine des Museums sowie einen Ausblick auf die angestrebten Ziele des Hauses. Staatsrätin Ulrike Hiller begrüßte die Gäste und erzählte von ihrer „Gänsehaut“, die sie beim ersten Besuch im Auswandererhaus - einem „Schatz in Bremerhaven“ - bekam. Die Direktorin des Museums, Dr. Simone Eick, erklärte das preisgekrönte Konzept des Erlebnismuseums und erzählte die Geschichte vom Auswandererhaus zum Migrationsmuseum. Seit seiner Eröffnung stellt es in unterschiedlichsten Kontexten und Formen und auf eine sehr spannende und lehrreiche Art die Aus- und Einwanderungsgeschichte dar. Auch zukünftig werden am Deutschen Auswandererhaus innovative Wege beschritten, um das komplexe Thema Migration aber auch Integration vorstellen zu können. Melf Grantz, Bremerhavens Oberbürgermeister, bedankte sich bei allen Unterstützern und Beteiligten, die das Auswandererhaus erst möglich gemacht hätten. Es sei eine „absolute Erfolgsgeschichte für Bremerhaven“.
Die Staatsministerin als Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Ayden Özoðuz, lobte den wichtigen Beitrag des Hauses für deutsche Integrations- und Migrationsgeschichte und „hoffe, in 10 Jahren zum 20. Geburtstag wieder eingeladen zu werden“.

Infos zu dem Jubiläum und zum Auswandererhaus unter: www.dah-bremerhaven.de

„Bremer Tatort in Berlin“

v.l.n.r.: Autor Boris Dennulat, Schauspieler Thomas Heinze, Schauspielerin Annika Blendl, Autor Wilfried Huismann, Schauspieler Oliver Mommsen, jpg, 17.4 KB
v.l.n.r.: Autor Boris Dennulat, Schauspieler Thomas Heinze, Schauspielerin Annika Blendl, Autor Wilfried Huismann, Schauspieler Oliver Mommsen

11.06.2015

Bereits zum dritten Mal haben Radio Bremen und die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, Staatsrätin Ulrike Hiller, am Mittwochabend (10.6.) zur exklusiven Preview des neuen „Bremen Tatort“ in die Landesvertretung in Berlin eingeladen. Jan Metzger, Intendant Radio Bremen, bedankte sich „einmal mehr über die Gastfreundschaft der Bremer Botschaft und die großartige Gelegenheit, den Bremen Tatort vorab der Presse und den Tatort-Fans in der Hauptstadt zu präsentieren“. Rund 200 Gäste waren der Einladung von Radio Bremen und der Bremer Bevollmächtigten gefolgt.
Im Anschluss an die vom Publikum begeistert aufgenommene Preview war noch Zeit für Fragen an die Schauspieler Annika Blendl, Oliver Mommsen und Thomas Heinze sowie an die Drehbuchautoren Wilfried Huismann und Boris Dennulat.
Am Sonntag, 14. Juni 2015, strahlt Das Erste mit der neuen Tatort-Folge „Wer Wind erntet, sät Sturm“ den 33. Bremer Tatort mit Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) aus. Der aktuelle Fall führt die Bremer Ermittler Lürsen und Stedefreund mitten in einen Interessenkonflikt zwischen einem Windparkbetreiber, Umweltschützern und internationalen Hedgefonds-Managern.